Wien. (art/apa) Ein Schritt ist mit dem 2:0 über Salzburg gemacht, drei weitere müssen folgen. Mit dem unerwarteten Sieg gegen den alten und voraussichtlich neuen Meister hat Rapid am Wochenende wieder Selbstvertrauen für das kurzfristige Ziel namens Meistergruppe getankt. In den kommenden Auswärtsspielen gegen St. Pölten am Samstag (17 Uhr) und Mattersburg sowie Hartberg zum Abschluss des Grunddurchgangs in der Bundesliga muss aber nachgelegt werden, schließlich liegt Rapid nach wie vor nur auf dem achten Tabellenplatz. Immerhin aber ist der Rückstand auf die derzeit auf dem rettenden sechsten Platz liegende Austria, die es am Sonntag mit dem Siebenten Hartberg zu tun bekommt, auf vier Punkte geschmolzen. "Wenn wir das Punktemaximum holen, ist sicher noch etwas drinnen", sagt Kapitän Stefan Schwab. Auch Trainer Dietmar Kühbauer hofft, dass "uns das für die nächsten Spiele viel Kraft" gibt.

Die Meistergruppe ist für Rapid Pflicht, um auch die Stimmung bei den Anhängern nicht komplett ins Negative kippen zu lassen. Vor allem Sportdirektor Fredy Bickel ist nach dem schwachen Herbst angezählt, ihm und dem Präsidium werden Fehler in der Transferpolitik vorgeworfen, wie auch eine aktuelle Umfrage des Onlineportals 90minuten.at unter mehr als 2100 Rapid-affinen Fußballfans zeigt. Demnach wird ein fehlendes sportliches Konzept als Hauptgrund für die aktuelle Misere gesehen, gefolgt vom Kader.

Derlei Probleme kennt Serienmeister Salzburg trotz der ersten Liga-Niederlage in der Saison nicht. Drei Runden vor Ende des Grunddurchganges führt der Titelverteidiger elf Zähler vor dem Überraschungszeiten Lask. Vor dem Spiel gegen den WAC am Samstag sagt Trainer Marco Rose: "Es ist für uns ein wichtiges Punktspiel. Wir wollen in den restlichen drei Spielen noch punkten und nach der Niederlage gegen Rapid in die Erfolgsspur zurück." Mit dem WAC komme aber ein "schwierig zu bespielender Gegner", der durch Coach Christian Ilzer auch über eine "mutige und aggressive Spielidee" verfüge. "Es wird eine starke Leistung von uns nötig sein, um als Sieger vom Platz zu gehen", betont Rose, der das in der kommenden Woche bevorstehende Europa-League-Achtelfinalspiel gegen den SSC Napoli laut eigenen Angaben noch nicht im Hinterkopf hat. "Wir denken in keiner Form an das Donnerstag-Spiel - weil das auch vonnöten ist, sonst können wir große Probleme bekommen." Ilzer glaubt hingegen, dass das Spiel für Salzburg sehr wohl als Generalprobe dienen soll. "Fünf Tage davor werden sie die Mannschaft bringen, die auch gegen Napoli spielt, weil die Spieler noch einmal eine Top-Belastung brauchen", meint er.