Nyon. (art) Wenn ab 9. April die nächste Runde in der Champions beziehungsweise Europa League angepfiffen wird, ist Österreichs Fußball zwar nur noch als Beobachter dabei statt im Konzert der Großen mittendrin; dennoch barg die heutige Auslosung in Nyon auch durch die rot-weiß-rote Brille betrachtet einiges an Spannung. Im Champions-League-Viertelfinale werden heimische Fans vom Boden- bis zum Neusiedlersee wohl unabhängig von den sonstigen Klub-Sympathien Juventus die Daumen drücken, das es im Champions-League-Viertelfinale mit Außenseiter Ajax Amsterdam zu tun bekommt.

Durch Salzburgs Sieg über den SSC Napoli zum Europa-League-Abschied hat Österreich die Niederlande in der Uefa-Fünf-Jahreswertung nämlich überholt und sich auf den elften Platz vorgeschoben - dieser garantiert Österreichs Meister für die Saison 2020 einen fixen Startplatz in der Champions League. Um nicht wieder von Oranje verdrängt zu werden, darf Ajax allerdings keine Punkte mehr sammeln.

Aus internationaler Sicht ein Highlight zu werden verspricht das Duell des FC Barcelona gegen Manchester United. Vorjahresfinalist Liverpool trifft auf den FC Porto, Tottenham in einem rein englischen Duell auf Meister Manchester City. Spieltermine für das Viertelfinale sind der 9./10. sowie der 16./17. April. Der Sieger des Viertelfinal-Duells zwischen Barcelona und Manchester United trifft im Halbfinale auf den Aufsteiger aus Liverpool gegen Porto. Auf dem zweiten Ast sind Tottenham, ManCity, Ajax und Juventus zu finden.

In der Europa League bekommt es Salzburg-Bezwinger SSC Napoli im Viertelfinal-Schlager mit Arsenal zu tun. Eintracht Frankfurt mit Trainer Adi Hütter und ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger trifft auf Benfica Lissabon. Slavia Prag trifft auf Chelsea, dazu kommt es zu einem Lokalduell zwischen Villarreal und Valencia. Spieltermine für das Viertelfinale sind der 11. und 18. April. Im Halbfinale spielt der Aufsteiger aus dem Hit zwischen Napoli und Arsenal auf Villarreal oder Valencia. Frankfurts nächster Gegner wäre bei Überstehen der Hürde Benfica Slavia oder Chelsea.

Im Achtelfinale hatte die Eintracht mit Inter Mailand bereits gegen einen großen Namen die Oberhand behalten. Die Frankfurter stehen erstmals seit 1995 im Viertelfinale eines internationalen Bewerbes, sie sind Deutschlands letzter Europacup-Vertreter. Gegen den portugiesischen Rekordmeister muss das 2019 noch ungeschlagene Hütter-Team zuerst auswärts antreten. Nach Absitzen seiner Sperre im Rückspiel gegen Inter (1:0) steht der Vorarlberger Coach dort aber wieder an der Seitenlinie zur Verfügung.