Wien. In vier von sechs Spielen geht es am Sonntag (17 Uhr/Sky) in der letzten Runde des Grunddurchganges der Fußball-Bundesliga noch um den Einzug in die Meisterrunde. In der eigenen Hand haben es in Heimspielen gegen die Admira beziehungsweise die Wiener Austria nur der Wolfsberger AC und Sturm Graz.

Rapid und Mattersburg indes müssen auf Siege gegen TSV Hartberg beziehungsweise in St.Pölten und zudem auf Schützenhilfe anderer beteiligter Klubs hoffen. Auch die Hartberger haben mit einem (hohen) Sieg in Wien noch rechnerische Chancen auf einen Platz in den Top Sechs. Diese sind allerdings minimal.

Die Ausgangslagen:

WAC: Der Tabellenfünfte hat die weitaus beste Ausgangsposition und zudem gegen die Admira Heimrecht: Die Kärntner gehen mit einem Plus von drei Punkten auf Rapid in die finale Runde, der Sechste Sturm, der momentan als letztes Team in die Meistergruppe einziehen würde, ist einen Zähler entfernt. ?Es ist für uns ein Finale, und wir werden uns dabei auf gar nichts verlassen?, verlautete WAC-Trainer Christian Ilzer, dem ein Remis reicht, der aber dennoch auf Sieg spielen lassen will.

Sturm: Nach dem 0:0 in Salzburg entscheiden die Grazer nun selbst über ihr sportliches Schicksal. Sollte Rapid gegen Hartberg nicht mit mindestens fünf Toren Differenz gewinnen, genügt ihnen gegen die Austria bereits ein Zähler. ?Wir haben es in der Hand, das ist positiv. Da müssen wir zugreifen?, erklärte Mittelfeldspieler Stefan Hierländer. Bei den fix qualifizierten Violetten feiert Interimscoach Robert Ibertsberger sein Debüt auf der Trainerbank.

Rapid: Beim Rekordmeister regiert vor dem Heimspiel gegen den TSV Hartberg das Prinzip Hoffnung. Um doch noch über den Strich zu rutschen, brauchen die Hütteldorfer freilich ein kleines Fußballwunder - und eventuell Schützenhilfe vom Erzrivalen Austria. ?Ich kenne keinen Profi der Welt, der irgendwo hinfährt und sagt, ich will nicht gewinnen?, meinte dazu Rapid-Coach Dietmar Kühbauer. Unumgänglich sind drei Punkte gegen die Steirer, dazu braucht es viele Tore, wenn die zwei (Sturm) beziehungsweise drei Punkte (WAC) vorausliegende Konkurrenz ebenso punktet.

Mattersburg: Die mit Rapid punktegeleichen Burgenländer haben bestenfalls Außenseiterchancen im Kampf ums obere Play-off: Klaus Schmidts Team (Tordifferenz -9) müsste an Rapid (-3) sowie an Sturm Graz (+2) vorbeiziehen, das zwei Zähler mehr hat. ?Wir haben klar die schlechteste Ausgangsposition, aber vor ein paar Wochen haben wir noch gar keine Ausgangsposition gehabt. Deswegen muss man zufrieden sein mit dem, was man hat?, so Schmidt.

Hartberg: Nur noch theoretischer Natur sind die Chancen des Aufsteigers aus der Steiermark: Die Neuntplatzierten weisen drei Punkten Rückstand auf Sturm auf und haben eine um zwölf Treffer schlechtere Tordifferenz - womit im Duell mit Rapid für Trainer Markus Schopp der Fokus schon auf dem Klassenerhalt in der Qualifikationsgruppe liegt.

Kracher in der Königsklasse

Indes brachte die Viertelfinalauslosung in der Champions League am Freitag die Neuauflage der Finale von 2009 und 2011: Manchester United gegen Barcelona; Tottenham trifft in einem rein englischen Duell auf Meister Manchester City, Vorjahresfinalist Liverpool als vierter englischer Vertreter auf den FC Porto. Außenseiter Ajax Amsterdam darf sich nach dem Triumph über Real Madrid nun mit Italiens Serienmeister Juventus Turin um Cristiano Ronaldo messen.

tipico-Bundesliga, 22. Runde, Sonntag

Rapid - Hartberg17.00 Uhr
Altach - Lask17.00 Uhr
St. Pölten - Mattersburg17.00 Uhr
Sturm - Austria17.00 Uhr
Innsbruck - Salzburg17.00 Uhr
WAC - Admira17.00 Uhr

Auslosung Champions League


Viertelfinalse9./10.4. bzw. 16./17.4.
Ajax - JuventusV1
Liverpool - PortoV2
Tottenham - Manchester CityV3
Manchester United - BarcelonaV4
Halbfinale 30.4./1.5. bzw. 7./8.5.
V3 - V1
V4 - V2
Finale1. Juni in Madrid

Europa League


Viertelfinale11.4. und 18.4.
Arsenal - NapoliV1
Villarreal - ValenciaV2
Benfica - FrankfurtV3
Slavia Prag - ChelseaV4
Halbfinale2.5. und 9.5.
V1 - V2
V3 - V4
Finale29. Mai in Baku