Uefa-Konferenz für Diversität

In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist Fare stetig größer geworden. Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Finanzen nieder. In den Jahren 2015 bis 2018 wurden fast 4 Millionen Euro eingenommen. 3,3 Millionen Euro davon wurden im gleichen Zeitraum ausgegeben, vor allem für Aktionswochen, Förderungen von Projekten. Dass die Jubiläumsfeier im Hilton sowie die Generalversammlung am Tag darauf im Wembley-Stadion stattfand und dementsprechend hohe Kosten verursachte, irritierte manche Vertreter der Mitgliederorganisationen. Fare, das als kleine Graswurzel-Bewegung begonnen hatte, ist nicht erst seit der glamourösen Feier in den elitären Kreisen des Fußballgeschäfts angekommen. Verändert hat sich über all die Jahre zudem die Zusammenstellung des Netzwerks. Waren zu Beginn noch Fangruppierungen die treibende Kraft, sind diese nun allmählich in der Unterzahl. Die meisten Mitglieder stammen von kleinen Fußball-NGOs und karitativen Vereinen.

Im Anschluss an die Fare-Feier fand bis zum gestrigen Mittwoch auch erstmals die "Equal-game"-Konferenz der Uefa statt. Der Präsident des europäischen Fußballverbands, Aleksander Ceferin, sagte anlässlich der Eröffnung: "Ich schäme mich dafür, dass wir im Jahr 2019 eine Konferenz abhalten müssen, um Diversität voranzutreiben." Ceferin bekräftigte außerdem, dass die Schiedsrichter bei rassistischen Zwischenfällen Spiele abbrechen sollten. Doch das haben die Referees zuletzt nicht getan - weder in Montenegro noch in Italien.