Pep Guardiola will den Brexit im Europacup verhindern. - © reu
Pep Guardiola will den Brexit im Europacup verhindern. - © reu

Wien. Die vier Premier-League-Teams wollen vor dem Viertelfinale der Champions League einen Europacup-Brexit vermeiden. Der FC Liverpool empfängt am Dienstag im Hinspiel den FC Porto, Tottenham Hotspur trifft im englischen Duell auf Manchester City. Manchester United hat am Mittwoch den FC Barcelona zu Gast, Ajax Amsterdam erwartet Juventus Turin (jeweils 21 Uhr).

Liverpool geht nach einem hart erkämpften 3:1-Sieg in Southampton als englischer Tabellenführer in die Partie gegen Porto. Trainer Jürgen Klopp, selbst ein erklärter Gegner des Brexits, kündigte an, dass seine Mannschaft trotz des engen Meisterschaftsrennens nicht daran denkt, die Ansprüche in Europa runterzuschrauben. "Wir sind sehr ehrgeizig", sagte Klopp am Wochenende. "Es ist in Anfield, es ist das Viertelfinale, das ist ein großes Ding für uns."

Zudem ist es für Klopp mit den Reds erst die zweite Saison in der Königsklasse. "Wir sind nicht Real Madrid, die das die letzten drei Male gewonnen haben", erinnerte der Coach, dessen Team den Spaniern im vergangenen Jahr im Finale mit 1:3 unterlegen war. "Wir mögen den Wettbewerb und werden alles versuchen, um ihn zu gewinnen." Im Achtelfinale düpierte die Klopp-Elf den FC Bayern in München mit 3:1 und peilt nun das Double aus Meisterschaft und Champions League an.

In der Liga ist Manchester City der schärfste Konkurrent für Liverpool. Der Premier-League-Zweite, der mit einem Spiel weniger zwei Punkte hinter den Reds liegt, muss bei Englands Tabellendrittem Tottenham bestehen. Während City am Samstag mit einem 1:0 gegen Brighton & Hove Albion das FA-Cup-Finale erreichte, hatten die Spurs sechs Tage spielfrei. "Natürlich ist das ein Vorteil", sagte City-Coach Pep Guardiola. "Aber wenn man um alle Titel kämpft, muss man dem trotzen." Guardiola deutete in den vergangenen Jahren an, dass er den Brexit und dessen mögliche Auswirkungen auf die Arbeitnehmer-Freizügigkeit - also auch für Fußballer - skeptisch sieht. "Wenn sie keine Leute aus dem Ausland wollen, gehen wir weg", drohte er schon 2017 sarkastisch. "Ich glaube, das englische Volk wartet noch ab, was mit dem Brexit passiert", sagte er damals. Zwei Jahre, einen Meistertitel und zwei Ligapokal-Trophäen für City später hat sich daran wenig geändert. Als Premierministerin Theresa May den EU-Austritt im März 2017 formal erklärte, spielten die Spurs noch an der White-Hart-Lane. Am Platz der alten Spielstätte steht nun ein neues Stadion, das gegen City Champions-League-Premiere feiert. Dafür, dass es deutlich teurer als geplant wurde, machte Spurs-Trainer Mauricio Pochettino den Brexit und den dadurch ausgelösten Kursverfall des britischen Pfunds verantwortlich. Der Brexit sei "ein Drama", sagte der Argentinier. "Mir tut es leid für das englische Volk."

Champions League:

Viertelfinal-Hinspiele, Dienstag:

Liverpool - FC Porto21 Uhr/Dazn
Tottenham - Man. City 21 Uhr/Sky

Mittwoch:

Ajax Amsterdam - Juventus21 Uhr/Dazn

Man. United - FC Barcelona 21 Uhr/Sky