Wien. Salzburg und Rapid werden das ÖFB-Cup-Finale in Klagenfurt bestreiten. Das entschied das Präsidium des Fußballbundes am Dienstag mit klarer Mehrheit. Ursprünglich hätte das Endspiel (1. Mai, 16.30 Uhr) in Wien ausgetragen werden sollen, und zwar im Viola Park der Austria, doch die Polizei konnte an diesem Standort nicht die Sicherheit gewährleisten. Auch das Happel-Stadion stand zur Debatte.

"Wir danken allen Interessenten für ihre Angebote, als Finalstandort einzuspringen. Klagenfurt ist aus dem ursprünglichen Bieterprozess als Zweitplatzierter hervorgegangen und hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass hier stimmungsvolle Finalspiele ausgetragen werden können", wird Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe, in einer Aussendung zitiert. Der Ticket-Vorverkauf startet am Samstag um 10 Uhr.

Streit um Austragung

Grundsätzlich hatte der ÖFB das Finale des Cups für vier Jahre an die Austria vergeben bzw. an deren neues Stadion. Für die Austria bedeutete dies auch zusätzliche Miteinnahmen, die bei der Stadionfinanzierung halfen. Durch die Finalpaarung Salzburg gegen Rapid bekam die Frage der Ausrichtung eine Brisanz. Die Austria-Fans protestierten, verriegelten bei einer Aktion die Spielerbänke und forderten den Rücktritt von Vorstand Markus Kraetschmer, der zunächst auf die Ausrichtung beharrte.

Am Montag wurde dann bei einem Treffen entschieden, doch das Stadion zu wechseln. Die Polizei hatte Sicherheitsbedenken, deshalb wurde von einem Spiel im einstigen Horr-Stadion abgesehen. Rapid präferierte das Happel-Oval im Wiener Prater, Salzburg wollte nach Klagenfurt, dem Austragungsort des letztjährigen Finales.