Die Austria kommt in der Bundesliga aktuell nicht vom Fleck. - © APA/HERBERT P. OCZERET
Die Austria kommt in der Bundesliga aktuell nicht vom Fleck. - © APA/HERBERT P. OCZERET

Wien. Das 2:2 zwischen dem Linker ASK und der Austria hat am Ostersonntag keinen richtig zufriedengestellt. Vor allem bei den Violetten, die sich immerhin zweimal erfolgreich zurückgekämpft und am Schluss fast noch den Lucky Punch angebracht hatten, kamen in der Tabelle nicht vom Fleck. Vor den beiden Spielen gegen St. Pölten, das gegen Salzburg ein 1:1 holte, ist klar: "Da müssen unbedingt sechs Punkte her", sagte Mittelfeldmann James Jeggo.

Dazu zählt freilich auch Glück. In der 95. Minute verhinderte bei einem Schuss von Kapitän Alexander Grünwald nur die Latte den Sieg, mit dem man die rote Laterne an Sturm Graz abgegeben hätte. So aber liegt die Austria weiter einen Zähler hinter den Blackys. "Das tut sehr weh. Mit dem Punkt kommen wir nicht weiter. Wir brauchen Siege", meinte Grünwald, der wie schon zuletzt beim WAC in der Defensivzentrale aufgeboten wurde. "Wir wollten, was den Spielaufbau und die langen Bälle betrifft, eine gewisse Sicherheit drinnen haben", begründete Coach Andreas Ibertsberger seine Entscheidung. Auch wenn diese Ziele "leider Gottes nicht so geschafft" wurden. Die Folge: Nach gut einer Stunde beorderte Ibertsberger Grünwald in sein gewohntes Revier nach vorne. Zumindest muss sich der Trainer keine Gedanken darüber machen, welche Rolle Grünwald am Mittwoch in der Heimpartie gegen St. Pölten spielt. Der Kärntner muss so wie Verteidiger Michael Madl gelbgesperrt auf die Tribüne. Sein Pendant beim Linzer ASK, Coach Oliver Glasner, fand, dass sein Team "in Summe als Sieger vom Platz gehen" hätte können und ärgerte sich ein bisschen über die Gegentreffer. "Wir hätten beide Tore viel besser verteidigen können", sagte Glasner.

Sturm Graz indessen wurschtelt sich weiter durchs Bundesliga-Frühjahr. Der noch geglückte Einzug in die Meistergruppe hat die Steirer kaum beflügelt, drei der vier folgenden Spiele wurden verloren. Während Trainer Roman Mählich nach dem Heim-1:2 gegen den WAC weiter um Geduld warb, scheint sie Sportchef Günter Kreissl langsam zu verlieren. Die Wolfsberger wittern hingegen bereits den großen Wurf. So verlautete etwa Trainer Christian Ilzer am Ostersonntag: "Wir wollen den dritten Platz ins Lavanttal holen." Das würde bei einem Cupsieg Salzburgs immerhin die Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase bedeuten.

Bei Sturm hingegen klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit weiter eine große Lücke. Auf den begehrten dritten Platz fehlen den Grazern mittlerweile vier Punkte. Laut Mählich gibt hier es nur "eine Alternative: Weitertrainieren und es beim nächsten Mal besser machen. An der Einstellung liegt es nicht." Die nächste Gelegenheit hat seine Truppe bereits am Mittwoch im Auswärtsspiel in Linz.

Die nächste Gelegenheit nutzen will auch Rapid in der kommenden Qualifikationsrunde am Dienstag. Für die Wiener geht es vor allem darum, die Führung in der Qualifikationsgruppe vor lästigen Verfolgern wie Mattersburg abzusichern. Am Dienstag gastieren die Hütteldorfer in der Obersteiermark, wo der Vorletzte Hartberg nicht zum Stolperstein werden soll. "Unser Ziel sind ganz klar drei Punkte", ließ Cheftrainer Dietmar Kühbauer keine Zweifel aufkommen. Allerdings hat Rapid gegen Hartberg bisher in zwei Ligaspielen nur einen Punkt geholt, auswärts setzte es im Oktober sogar eine bittere 0:3-Schlappe. Allerdings feierten die Hütteldorfer im Cup-Viertelfinale im Februar einen klaren 5:2-Heimsieg. Die beiden Kontrahenten kennen sich also gut. Die Partien der Meisterrunde starten am Mittwoch.