Wien/Klagenfurt. Die titellose Zeit nimmt kein Ende: Klagenfurt ist für Rapid wieder keine Reise wert gewesen. Wie schon 2017 (1:2) zogen die Wiener auch am Mittwoch im Endspiel des ÖFB-Cups gegen Red Bull Salzburg knapp mit 0:2 den Kürzeren. Nur "kaufen" kann sich der Rekordmeister um den zweiten Platz nichts: The winner takes it all. Dementsprechend ernüchternd war daher auch die Bilanz. "Die Leistung war definitiv nicht schlecht, aber in einem Finale nutzt dir das nichts, wenn du verlierst. Wir stehen wieder mit leeren Händen da, das tut schon weh und mir auch leid für das gesamte Umfeld", sagte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer enttäuscht. Aus seiner Sicht habe nicht das bessere, sondern das glücklichere und mit der größeren Finalerfahrung ausgestattete Team gewonnen. "Sie waren definitiv bestenfalls auf Augenhöhe mit uns, ich habe nie das Gefühl gehabt, dass Salzburg hundert Prozent sicher war", meinte der Burgenländer.

Am Ende gaben 118 Sekunden zugunsten des Meisters den Ausschlag. Zuerst traf Patrick Farkas durch die Beine des nicht in Topform befindlichen Richard Strebinger (37. Minute), dann köpfelte Munas Dabbur (39.) nach Junuzovic-Maßflanke ein. Dabei war das Spielglück tatsächlich auf der Seite Salzburgs. Die Rapidler reklamierten vor der Halbzeit vergeblich Elfmeter, in der zweiten Hälfte wurde ein Kopfballtor wegen eines angeblichen Fouls nicht anerkannt. "Ich will aber nicht wieder eine Schiedsrichter-Diskussion anfangen", meinte Kühbauer.

- © M. Hirsch
© M. Hirsch

Das wäre auch müßig, bitter ist es dennoch. Seit 1995 müssen die Wiener auf ihren 15. Cupsieg warten. Auch der jüngste Meistertitel ist mit 2008 schon verjährt. Nun geht es darum, sich zumindest einen Europacup-Startplatz zu sichern. Der Fixplatz in der Europa League wurde durch die Finalniederlage verpasst, der geht nun an den Ligadritten. Rapid muss nach den letzten vier Spielen in der Qualifikationsgruppe Erster oder Zweiter sein und im Play-off noch zwei Gegner aus dem Weg räumen, um in der Europa-League-Qualifikation anzutreten.