Maria Enzersdorf. Rapid hat das verlorene Cupfinale mit einem 4:3-(3:0)-Auswärtssieg bei der Admira gut verdaut. Drei Tage nach dem 0:2 gegen Salzburg hatte Grün-Weiß trotz 3:0-Pausenführung in einer verrückten Partie aber kein leichtes Spiel. Die Admira kam innerhalb von wenigen Minuten auf 3:3 zurück, ehe Christopher Dibon (67.) Rapid mit dem 4:3 einen weiteren Schritt in Richtung Europacup-Play-off schoss.

Aliou Badji mit einem Doppelpack (37., 42.) und Mario Sonnleitner (40.) hatten einen souveränen Rapid-Auftritt vor der Pause mit drei Treffern gekrönt. Für eine nach dem Seitenwechsel wie verwandelte Admira schlugen innerhalb von neun Minuten Sasa Kaljdzic (53.), Marcus Maier (59.) und Milos Spasic (61.) zu, konnten das dritte Spiel ohne Sieg in Folge aber nicht verhindern. Die Admira findet sich als Vierter nun zwei Punkte vor Schlusslicht Hartberg im Abstiegskampf wieder, Tabellenführer Rapid vergrößerte den Vorsprung auf den ersten Verfolger Mattersburg drei Spiele vor Schluss auf vier Zähler.

 Vorentscheidung

Lange passierte in der ersten Hälfte vor 3.800 Zuschauern in der BSFZ-Arena relativ wenig. Die Admira war zumeist mit Defensivaufgaben beschäftigt, Rapid - ohne den gesperrten Thomas Murg - dominierte und verzeichnete auch die einzig nennenswerten Chancen. Ein Heber von Philipp Schobesberger ging knapp über das Tor (6.), Andrej Ivan schlenzte den Ball an die Latte (18.) und musste nach rund einer halben Stunde mit einer Muskelblessur durch Marvin Potzmann ersetzt werden (27.).

Wenig später brachten dann sechs rabenschwarze Admira-Minuten die Vorentscheidung. Nach einer Flanke legte Kapitän Stefan Schwab per Kopf in die Mitte zum heranfliegenden Badji, der quasi im Karate-Stil zum 1:0 einschoss. Drei Minuten und einen Schobesberger-Eckball später traf Sonnleitner zum 2:0, schließlich war Badji nach Konter und Vorarbeit von Boli Bolingoli zum 3:0 zur Stelle.

 Anschlusstreffer

Erst nach der Pause zeigte die Admira, dass sie auch anders kann. Die Elf von Trainer Reiner Geyer, bei der Morten Hjulmand für Emanuel Aiwu kam, agierte spielerisch mutiger, wesentlich aggressiver und zielstrebiger und drehte den Spieß um. Rapid konnte sich vom Druck nur selten befreien und erlebte ein spiegelbildliches Deja-vu: Erst machte Kalajdzic in abgebrühter Manier das 1:3, dann gelang Maier nach einer Flanke der Anschlusstreffer. Spasic machte die Aufholjagd nach einer Faustabwehr Richard Strebingers per Kopf mit seinem ersten Bundesligator schließlich perfekt.