Wien. Während der neue Meister und Vizemeister in der österreichischen Bundesliga mit Red Bull Salzburg und dem Linzer ASK - beide Vereine treffen am Sonntag aufeinander (17 Uhr) - seit vergangenem Wochenende feststeht, geht es in der Qualifikationsgruppe noch um viel. So könnte Rapid am Samstag (17 Uhr) bereits zwei Runden vor Schluss die Teilnahme am Play-off um den letzten Europacup-Startplatz fixieren. Die Wiener benötigen dafür daheim gegen Wacker Innsbruck nur einen Punkt. Klares Ziel sind aber drei Zähler, um den Gruppensieg und das damit verbundene Heimrecht zum Play-off-Auftakt nicht zu gefährden. Mit einem Sieg vor heimischer Kulisse gegen Wacker könnte Rapid den siebenten Endrang in der Bundesliga sogar bereits fixieren, sollte etwa Mattersburg gegen Schlusslicht Hartberg verlieren. "Wir wollen gewinnen, dann können wir beruhigt zu den anderen Mannschaften schauen. In erster Linie müssen wir unsere Aufgabe erledigen", sagte Trainer Dietmar Kühbauer. "Wir haben es in der eigenen Hand, dass wir das Heimrecht haben. Das ist ein sehr großes Ziel, da brauchen wir nicht reden. Alles andere steht in den Sternen." Das Duell des Ligasiebenten mit dem Ligaachten um den Einzug ins danach mit Hin- und Rückspiel ausgetragene Play-off gegen den Fünften der Meistergruppe steigt am 28. Mai.

Für Altach hingegen ist vor den letzten Runden vom Abstieg bis zur Europacup-Teilnahme noch alles möglich. Vor dem Heimduell mit der Admira am Samstag (17 Uhr) fehlen vier Punkte auf die in der Qualifikationsgruppe zweitplatzierten Mattersburger, der Vorsprung auf Schlusslicht Hartberg beträgt fünf Zähler. Zumindest der Klassenerhalt könnte bereits nach der 30. Runde feststehen. Coach Alex Pastoor sieht seine Mannschaft trotz der jüngsten Punkteverluste gegen Mattersburg (0:0) und Wacker Innsbruck (1:4) für das Duell mit Abstiegskandidat Admira gerüstet. "Wir sind gut drauf, haben im letzten Spiel ein bisschen zu wenig gute Chancen erarbeitet", meinte der Niederländer zum Auftritt im Burgenland. "Was mir gefallen hat, war die Ordnung am Platz, die ist mittlerweile sehr gut. Wenn wir in allen Situationen unsere Ordnung auf dem Platz halten, sind wir schwer zu schlagen", erklärte er. Fazit: "Wir müssen noch ruhiger am Ball werden, dann werden wir auch mehr Torchancen herausspielen und öfter treffen."

Hartberg steht als Schlusslicht vor den letzten drei Runden am meisten unter Druck. Der Rückstand des Neulings auf das rettende Ufer beträgt allerdings nur einen Punkt. "Wir haben alles noch unter Kontrolle", meinte dennoch Trainer Markus Schopp.