Rom. Lazio Rom hat sich zum siebenten Mal den Titel in der Coppa Italia gesichert. Die Römer gewannen am Mittwochabend das Finale im Olympiastadion der Hauptstadt gegen die Überraschungsmannschaft der Saison, Atalanta Bergamo, mit 2:0 (0:0). Der drei Minuten zuvor eingetauschte Sergej Milinkovic-Savic erzielte in der 82. Minute nach einem Eckball per Kopf die wichtige Führung für Lazio, Joaquin Correa (90.) machte aus einem Konter alles klar.

Lazio darf kommende Saison damit in der Europa League antreten. Atalanta, das in der 25. Minute durch Marten de Roon nur die Latte traf, versäumte den zweiten nationalen Titelgewinn nach jenem im Cup 1963. Für die Lombarden war es die erste Pflichtspielniederlage nach 13 Spielen. In der Serie A kann Atalanta aber immer noch einen Startplatz in der Champions League ergattern. Zwei Runden vor Schluss liegt man auf dem vierten Platz.

Dennoch überwog nach dem Spiel die Enttäuschung. Manche Spieler vergossen Tränen, Atalanta-Coach Gian Piero Gasperini monierte, dass seiner Mannschaft beim Stand von 0:0 ein Hands-Elfmeter verwehrt beziehungsweise nicht einmal der Video-Schiedsrichter zu Rate gezogen worden sei. "Das ist ein Skandal", schimpfte Gasperini.

Für einen anderen Skandal hatten schon davor - wieder einmal - Lazio-Fans gesorgt. Anhänger der Römer hatten in den Straßen mit einem Molotow-Cocktail ein Polizeiauto in Brand gesetzt.