Doch die besten Jahre hat das Traumpaar "Robbéry" längst hinter sich; vor allem Robben schlug sich zuletzt immer wieder mit Verletzungen herum. Dass die von Präsident Uli Hoeneß proklamierte Rundumerneuerung des Kaders im Sommer mit dem Abschied des 35-jährigen Niederländers und des um ein Jahr älteren Franzosen, der sich auch mit David Alaba blendend verstand, einhergehen würde, stand schon lange fest. Und dennoch wollen die beiden die Zeit in ihrem vorletzten Bewerbsspiel für den Rekordmeister - nach dem Cupfinale ist im kommenden Jahr eine Abschiedsgala geplant - noch einmal zurückdrehen.

Eine Vorlage des einen, ein Tor des anderen, "das wäre ein Traum und ein Hammer", sagt Robben. Und über die gemeinsame Zeit: "Was wir miteinander erlebt haben, ist etwas ganz Besonderes. Vom ersten Tag an hatten wir den Klick. Es hat von Anfang an ziemlich Spaß gemacht", meint der Niederländer, dem der Champions-League-Sieg 2013, als er ein Jahr nach dem verlorenen "Finale dahoam" den Siegtreffer erzielte und von den Fans einen Song gewidmet bekam, als einer der emotionalsten Momente in Erinnerung bleiben wird.

Wohin er diese Erinnerungen mitnehmen wird, ist vorerst offen, ebenso wie die nähere Zukunft Ribérys. Bezüglich der ein bisschen ferner liegenden hat er sich indessen schon festgelegt: Er werde in "ein, zwei Jahren hundertprozentig" nach München zurückkehren, sagt er; in welcher Funktion ist freilich noch offen.

Hoeneß verspricht "größtes Investitionsprogramm"

Doch dass die Bayern gerne ehemalige Spieler in ihrem Stab aufnehmen, um Identität und Bindung zu demonstrieren, ist nichts Neues. Der jetzige Sportdirektor Hasan Salihamidžić war ebenso fast ein Jahrzehnt lang für die Münchner aktiv; als künftiger Nachfolger für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge soll dem Vernehmen nach Oliver Kahn aufgebaut werden. Vorher wird aber die Umstrukturierung auf dem Rasen weitergehen: Für die kommende Saison versprach Hoeneß "das größte Investitionsprogramm", das es bei dem Klub je gegeben hat, ein Gesamteinkaufs-Volumen von rund 200 Millionen Euro wird kolportiert. Die bisher prominentesten Neuzugänge sind Lucas Hernández von Atlético und Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart; nach weiteren Talenten wird derzeit geangelt.

Doch wer immer noch an die Säbener Straße wechselt, es sind große Fußstapfen, in die die Neuen treten müssen - auch wenn das mit den Superheldensocken zur Weltenrettung einigen dann doch ein bisschen dick aufgetragen erscheint.