Stuttgart. Der 1. FC Union Berlin glaubt an den historischen ersten Aufstieg in die deutsche Fußball-Bundesliga, der VfB Stuttgart will den Absturz in die Zweitklassigkeit mit aller Macht verhindern. Vor dem Relegations-Hinspiel am Donnerstag (20.30 Uhr) stehen vor allem die Schwaben unter Druck, die Hoffnungen der Berliner mit den Österreichern Christopher Trimmel und Robert Zulj sind groß. "Es geht um den VfB, es geht um die Region, um das Schwabenland", sagte VfB-Trainer Nico Willig, der kommende Saison von Tim Walter abgelöst wird, vor dem ersten Duell. "Wir müssen dankbar sein für diese Chance. Es ist viel schlecht gelaufen, aber jetzt können wir was gewinnen."

Während sich der Bundesliga-16. Stuttgart unbedingt noch retten will, kann sich der Zweitliga-Dritte aus der Hauptstadt krönen. "Für uns geht es darum, Geschichte zu schreiben", sagte der Berliner Offensivspieler Joshua Mees. Nur um ein Tor hatte der Kultklub aus Köpenick am Sonntag beim 2:2 in Bochum den direkten Sprung ins Oberhaus verpasst. Dem VfB droht der dritte Abstieg aus der Eliteliga nach 1975 und 2016. Allerdings macht den Stuttgartern ein Blick in die Statistik Hoffnung. Seit Wiedereinführung der Relegation vor zehn Jahren setzte sich nur zweimal der Zweitligist durch.

Union tat sich zudem immer schwer, wenn sich die Ligazugehörigkeit nach dem regulären Saisonfinale entschied: Nur zwei von zehn Mal gelang der Aufstieg oder Klassenverbleib. Dennoch ist der VfB gewarnt. Die Berliner verfügen über die beste Defensive der 2. Liga (33 Gegentore), Stuttgart musste 70 Treffer hinnehmen.