Wien/Salzburg. (rel) Nach der Liga ist vor dem Europacup. Kaum ist die reguläre Bundesligasaison abgepfiffen, rüsten die heimischen Mannschaften auch schon für ihre Auftritte auf dem Weg zu internationalen Lorbeeren. Während Salzburg und Wolfsberg ihre Plätze in der Gruppenphase von Champions- beziehungsweise Europa League fix haben, geht es für fünf Teams in die ersten Spiele in Bundesliga-Play-off und Europacup-Qualifikation.

Den Beginn markiert hier das interne Play-off-Duell in der Qualifikationsgruppe zwischen Rapid und Mattersburg. Die beiden führenden Klubs ringen am Dienstag (19 Uhr) in der Allianz-Arena um das Ticket für das zweite Play-off gegen den Fünften in der Meistergruppe, Sturm Graz, das am Donnerstag und Sonntag (jeweils 17 Uhr) über die Bühne gehen wird. Doch sind diese Play-offs nur die halbe Miete, muss doch die sich durchsetzende Mannschaft im Juli in die zweite Runde der Europa-League-Qualifikation einsteigen - und sich dort erneut bewähren. Dementsprechend brachte es Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt auf den Punkt: "Es ist ein Do-or-Die-Spiel, einer geht weiter, einer ist raus, deshalb hat die Partie genug Brisanz", sagte er. Auch der favorisierte Rapid-Coach Dietmar Kühbauer sprach von einem "ungewöhnlichen Spiel", in dem man unbedingt "weiterkommen" sollte. "Ich will nicht von müssen reden, keinen Druck aufbauen. Ich vertraue auf meine Mannschaft, weil sie von der Qualität über Mattersburg steht", so der Burgenländer. In den direkten Begegnungen im Frühjahr konnte sich jeweils das Heimteam durchsetzen. Mattersburg gewann am 10. März (2:1) und 18. Mai (1:0), Rapid am 13. April (2:1). Zuvor hatten die Hütteldorfer auch im Herbst in Wien (1:0) sowie in einem Elfmeterkrimi (5:4) im Pappelstadion in der zweiten ÖFB-Cup-Runde gesiegt.

Neben Rapid, Mattersburg und Sturm noch um ein Ticket für die Gruppenphase ringen müssen der Linzer ASK (zweite Runde der Champions-League-Qualifikation) sowie die Austria, die im August in die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation einsteigt. Leicht wird das vor allem für Letztere nicht. Während den Linzern noch der Sprung in die Europa League offensteht, wartet auf die Violetten als vermutlich ungesetztes Team ein starker Gegner.

Ilzer wird Austria-Coach

Auf starke Gegner wird sich auch Christian Ilzer in der kommenden Saison einstellen müssen. Wie die Austria am Montag bekannt gab, übernimmt der Steirer ab Sommer das Traineramt. Ilzer tritt die Nachfolge von Robert Ibertsberger an, seine offizielle Präsentation erfolgt am Mittwoch. In der am Sonntag zu Ende gegangenen regulären Bundesliga-Saison hatte Ilzer den Wolfsberger AC sensationell auf Endrang drei und damit in die Gruppenphase der Europa League geführt. Schlusslicht Wacker Innsbruck steigt ab.