Hartberg. "Das war schon einmal ein kleines Rufzeichen", sagte Teamchef Werner Gregoritsch. Und vielleicht war es sogar ein bisschen mehr als das. Denn Österreichs U21-Team hat den EM-Mitfavoriten Frankreich in Hartberg mit 3:1 bezwungen.

Gewiss, es war ein Testspiel, beide Mannschaften waren nicht komplett, so wird auch das ÖFB-Team noch von einigen Spielern ergänzt, die tags zuvor beim Erfolg der National-Elf in Nordmazedonien dabei waren, nämlich Stefan Posch, Xaver Schlager und der nicht eingesetzte Verteidiger Philipp Lienhart.

Doch auch ohne diese drei waren die Österreicher im Test in Spiellaune. Sie begannen stark, zeigten sich defensiv gut geordnet und nach vorne gefährlich. Mit schnellem Kombinationsfußball ging es ein paar Mal bis in den Strafraum. Nach einigen recht guten Chancen resultierte die Führung aus einem schweren Tormann-Fehler. Hannes Wolf kam unverhofft im Strafraum an den Ball, ließ Keeper Paul Bernadoni aussteigen und schob zum 1:0 ein. Auch Wolfs zweitem Treffer zum 2:1 ging ein schlampiger Pass des Torhüters voraus. "Die Tore sind etwas komisch zustande gekommen. Wir waren aber heute sehr gut im Pressing, waren immer bereit für jeden gespielten Ball", sagte Wolf. Der dritte Treffer fiel durch den eingewechselten Husein Balic, der einen Sololauf gekonnt abschloss.

"Müssen bescheiden bleiben"

Österreichs U21-Team ist erstmals bei einer Endrunde dabei. Das erste Gruppenmatch der EM in Italien steht am 17. Juni auf dem Programm. Gegner in Triest ist dabei Serbien. Die anderen Gruppengegner heißen Dänemark und Deutschland, das ebenfalls zu den Titelanwärtern zu zählen ist.

"Die Mannschaft hat das gespielt, was sie auch trainiert hat. Ich glaube, dass wir sehr klug und taktisch diszipliniert gespielt haben", sagte Teamchef Gregoritsch. "Ich glaube, dass wir bescheiden bleiben müssen. Wir wissen nach wie vor, dass wir das kleine Österreich sind. Wir wissen, dass wir weiter arbeiten müssen. Eine schöne Sache wäre ein Entscheidungsspiel gegen Deutschland."