Wien. Pünktlich zum Trainingsauftakt für die neue Saison am Freitag hat sich bei der Wiener Austria auch ein anderes Problem gelöst, das sie noch aus der vergangenen mitgeschleppt hat: Österreichs Fußball-Bund (ÖFB) als Bewerbsveranstalter des Cups und der Bundesligist haben sich auf die sofortige, einvernehmliche und entschädigungslose Auflösung der bis 2022 geschlossenen Standort-Vereinbarung bezüglich des Cupfinales geeinigt. Das gaben beide Parteien am Freitag in einer Aussendung bekannt. Die Finalspiele 2020, 2021 und 2022 werden neu ausgeschrieben.

Die Einigung kommt gut eineinhalb Monate, nachdem massive Sicherheitsbedenken seitens der Polizei zu einer Verlegung des Finalduells zwischen Salzburg und Rapid von Austrias Generali-Arena ins Wörtherseestadion in Klagenfurt geführt hatten. Es wäre das erste von vier Endspielen in Favoriten gewesen. Ursprünglich hätten die Favoritner auf eine Entschädigung pochen wollen, nun zeigte man sich aber zufrieden.

"Es ist uns gelungen, eine vernünftige Lösung zu finden, mit der beide Seiten gut leben können", erklärte Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer. Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH, dankte den Favoritnern für die "partnerschaftliche Vorgehensweise in dieser Causa". Der ÖFB will nun "alle dem Kriterienkatalog entsprechenden Standorte in Österreich erneut zu einer Angebotslegung einladen" und in seiner Präsidiumssitzung am 14. September eine Entscheidung treffen.

Heuer fand das Cupfinale in Klagenfurt statt. - © APA/ERWIN SCHERIAU
Heuer fand das Cupfinale in Klagenfurt statt. - © APA/ERWIN SCHERIAU

Gute Stimmung beim Trainingsauftakt

Bei der Austria herrschte indessen auch auf dem Rasen gute Stimmung, als Neo-Coach Christian Ilzer seine Mannschaft - darunter fünf Neuzugänge - begrüßte. Mit dem 21-jährigen Innenverteidiger Johannes Handl vermeldete die Austria unmittelbar vor dem ersten Training der Sommervorbereitung ein weiteres Kadermitglied. Zuvor waren bereits Linksverteidiger Caner Cavlan (27), Rechtsverteidiger Stephan Zwierschitz (28), Innenverteidiger Maudo Jarjue (21) und Offensivspieler Benedikt Pichler (21) verpflichtet worden. Pichler und Handl hatten Ausstiegsklauseln, die anderen Profis kamen ablösefrei.

Insgesamt würden "viele Projekte" auf die Austria warten, sagte Ilzer - "ich freue mich darauf". Ähnlich äußerte sich auch Sportdirektor Ralf Muhr: Es werde eine "besondere Saison", sagte er. Und: "Ich habe ein gutes Gefühl."