London/Turin. (art) Die Spekulationen haben ein Ende, die Rückkehr ist besiegelt: Frank Lampard wird erwartungsgemäß neuer Trainer von Englands Fußball-Spitzenklub Chelsea. Die Blues gaben am Donnerstagvormittag bekannt, dass die 41-jährige Klub-Ikone einen Dreijahresvertrag unterschrieben habe. Lampard hatte 13 Jahre seiner Profikarriere für die Londoner gespielt und dabei drei Premier-League-Titel sowie jeweils einmal die Champions (2012) und Europa League (2013) gewonnen.

Er wird bei Chelsea eng mit seinem ehemaligen Mitspieler, dem früheren Tormann Petr Cech, zusammenarbeiten. Dieser war unmittelbar nach seiner aktiven Karriere bei Arsenal - diese war vor wenigen Wochen ausgerechnet mit einer bitteren Europa-League-Finalniederlage gegen Chelsea zu Ende gegangen - von seinem Ex-Klub als Berater zurückgeholt worden.

Der ehemalige Mittelfeldspieler Lampard, der 106 Ländermatches (29 Tore) für England bestritten hatte, hatte zuletzt den Zweitligisten Derby County betreut, mit dem er erst im Play-off-Finale am Premier-League-Aufstieg gescheitert war. "Ich bin unglaublich stolz, zu Chelsea als Cheftrainer zurückzukehren", betonte Lampard in einer Klub-Aussendung. "Jeder kennt meine Liebe zu diesem Klub und unsere gemeinsame Geschichte."

Lampard wird Nachfolger des Italieners Maurizio Sarri, der nach der abgelaufenen Saison vom Europa-League-Sieger und Meisterschaftsdritten zu Italiens Rekordmeister Juventus Turin gewechselt war. "Als er im Februar 2017 die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, hinterließ er als Spieler ein beachtliches Vermächtnis", schrieb Chelsea über Lampard. "Wir hoffen, dass ihm das als Trainer auch gelingt." Die in der Sommervorbereitung in Saalfelden einquartierten Blues bestreiten am 31. Juli ein Testspiel im Stadion Wals-Siezenheim gegen Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg.

Buffon zu Medizintests in Turin

Auch bei Juventus wird das Comeback eines alten Bekannten immer konkreter: Tormann Gianluigi Buffon, der vor einem Jahr zu Paris Saint-Germain gewechselt war, befand sich schon am Donnerstag zwecks Medizinchecks in Turin. Fans umringten ihn, er gab Autogramme. In roter Hose, weißem Hemd, Sonnenbrille und mit einem breiten Lachen auf dem Gesicht betrat er das Medizincenter des italienischen Serienmeisters.

"Ratet mal, wer (am Medizincenter) angekommen ist?", schrieb der Verein geheimniskrämerisch auf Twitter. Seit vergangener Woche zeichnet sich die Rückkehr des 41-Jährigen nach Turin ab. Dort war er von 2001 bis 2018 aktiv und war anschließend zum französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain gewechselt.

Medienberichten zufolge soll er einen Vertrag für ein Jahr unterschreiben und eine Art "moralische Führungsfigur" und nicht mehr die Nummer eins im Tor sein. Buffon war 2006 mit Italien Weltmeister geworden und ist mit 176 Einsätzen Rekordnationalspieler der Squadra Azzurra.