London/Shanghai. Spekulationen hatte es schon lange gegeben, am Montag wurde der Vollzug gemeldet: Demnach wechselt Österreichs Teamspieler Marko Arnautovic mit sofortiger Wirkung vom englischen Premier-League-Verein West Ham zu Shanghai SIPG nach China. West Ham bestätigte einen Bericht der Zeitung "The Telegraph", in China soll Arnautovic noch in dieser Woche präsentiert werden. Die dortige Super League ist bereits in vollem Gang, das nächste Spiel bestreitet Shanghai schon am Samstag bei Suning.

Arnautovic hatte schon im Winter öffentlich mit einem Gang nach China geliebäugelt - und die Klubleitung West Hams damit gegen sich aufgebracht. Damals wollte man den Angreifer aber unbedingt halten und gestand ihm eine Gehaltserhöhung auf kolportierte 120.000 Pfund pro Woche zu. Nun aber riss West Ham und dessen Trainer Manuel Pellegrini endgültig der Geduldsfaden mit dem Österreicher. Um das "Teamklima in der Vorbereitung nicht zu gefährden", wie es hieß, stimmte man einem Transfer für eine Ablösesumme von 22 Millionen Pfund zu. Zwar wird Arnautovic' Marktwert deutlich höher eingeschätzt, trotzdem wäre er damit der zweitteuerste österreichische Transfer. Der teuerste war er selbst: 2017 hatte West Ham 25 Millionen Pfund an Stoke City überwiesen.

Größte Ablösesummen österreichischer Profis. - © APAweb/APA Grafik
Größte Ablösesummen österreichischer Profis. - © APAweb/APA Grafik

Für China wäre Arnautovic freilich ein Gewinn: Seit Jahren sucht die Super League den Anschluss an europäische Topligen und angelt dafür - trotz zuletzt getätigter Restriktionen bei Legionären - nach Stars aus Europa. In Shanghai etwa spielen auch die Brasilianer Oscar und Hulk, trainiert wird die Mannschaft vom Portugiesen Vitor Pereira. (art)