Suez. Die Fußball-Auswahl Algeriens kristallisiert sich beim Afrika-Cup immer mehr als Titelanwärter heraus. Im Viertelfinale bezwangen die Nordafrikaner am Donnerstag in Suez die favorisierte Elfenbeinküste im Elfmeterschießen mit 4:3. Im zweiten Donnerstagsspiel beendete Tunesien den Lauf Madagaskars mit 3:0.

Zwischen Algerien und der Elfenbeinküste war es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 1:1 gestanden, womit die Algerier im fünften Spiel das erste Gegentor im Turnierverlauf einstecken mussten.

Im Elfmeterschießen sorgte Keeper Rais M'Bolhi für die Vorentscheidung, als er den Strafstoß von Wilfried Bony parierte. Zudem setzte der Ivorer Serey Die einen Elfer an die Stange. Das vom ManCity-Profi Riyad Mahrez angeführte Team hatte schon in der Gruppenphase mit einem Erfolg über den Mitfavoriten Senegal überrascht und im Achtelfinale Guinea klar mit 3:0 beherrscht. Im Halbfinale trifft der Afrika-Cup-Gewinner von 1990 nun am Sonntag (21.00 Uhr) auf Nigeria, das tags zuvor Südafrika mit 2:1 eliminiert hatte.

Die Führung für Algerien besorgte Sophiane Feghouli von Galatasaray Istanbul nach schöner Eingabe von Ramy Bensebaini nach 29 Minuten. Die große Chance zur Vorentscheidung vergab Baghdad Bounedjah, der einen Foulelfmeter an die Querlatte setzte (49.). Das nutzte Jonathan Kodja mit einem Flachschuss aus 14 Metern ins linke Eck zum Ausgleich (62.) und rettete die Elfenbeinküste in die Verlängerung, die trotz guter Chancen auf beiden Seiten torlos blieb.

Die Tore für Tunesien markierten am Donnerstagabend im Kairoer Al-Salam-Stadion Ferjani Sassi (52. Minute), Kapitän Youssef Msakni (60.) und Naim Sliti (90.+3). Im Halbfinale trifft Tunesien auf Senegal. Doch auch die Madagassen konnten das Turnier erhobenen Hauptes verlassen.