Nyon. (rel/apa) Irgendwie hatte es sich abgezeichnet. Der Linzer ASK bekommt es also in der dritten Qualifikationsrunde zur Fußball-Champions-League entweder mit dem FC Basel oder PSV Eindhoven zu tun. Nicht gerade leichte Kaliber, dennoch versuchte Lask-Coach Valerien Ismael am Montag in dem in Nyon gezogenen Los etwas Positives zu sehen. "Wir freuen uns auf die Herausforderung, gegen PSV oder Basel antreten zu können. Beide sind zwei sehr erfahrene Gegner im internationalen Geschäft, wir nehmen jedoch die Rolle des Außenseiters gerne an und werden alles daransetzen, hier eine Top-Leistung abzurufen. Mit unseren Fans im Rücken ist jedoch alles möglich", sagte er zur Austria Presse Agentur.

Immerhin, eines ist gewiss: Die 14.000 Plätze umfassende Linzer Gugl-Arena wird am 13. August bis auf den letzten Sitz gut gefüllt sein. Das Hinspiel findet bereits am 6. oder 7. August beim Gegner statt. Und der hätte auch noch anders heißen können: FC Porto, Dynamo Kiew oder der Sieger aus Viktoria Pilsen gegen Olympiakos Piräus. Im Fall eines Aufstiegs müssten die Linzer noch die Play-off-Hürde überspringen, um den Einzug in die Gruppenphase zu schaffen. Positiv für die Athletiker: Selbst bei einem Aus in der dritten Qualifikationsrunde stehen sie fix in der Gruppenphase der Europa League. Druck hat die Mannschaft somit keinen.

- © M. Hirsch
© M. Hirsch

Nun, was sind das für Teams, mit denen es der Linzer ASK zu tun bekommen kann? Basel und Eindhoven bestreiten am Dienstag das Zweitrunden-Hinspiel in den Niederlanden. Als Favorit kann eher die PSV gelten. Unter Trainer Mark van Bommel durften die Eindhovener in der Ehrendivision im Zweikampf mit Ajax Amsterdam vom Meistertitel träumen, am Ende lag der Champions-League-Halbfinalist drei Zähler vor dem Konkurrenten. PSV feierte in 34 Runden 26 Siege bei nur drei Niederlagen und schoss dabei 98 Tore. Torjäger Luuk de Jong wechselte im Sommer aber zum FC Sevilla. In der Offensive herausragend war auch der mexikanische Teamstürmer Hirving Lozano. PSV ist 24-facher Landesmeister, nur Ajax ist in der Meisterstatistik mit 34 Titeln erfolgreicher.

Basel wiederum wurde in der Schweiz klar Zweiter hinter den Young Boys Bern. Serienmeister von 2010 bis 2017, blieben die Baseler zuletzt zweimal hinter den Bernern. Innerhalb des Klubs rumorte es mit Saisonende. Der ehemalige ÖFB-Teamchef Marcel Koller behielt im Disput mit Sportchef Marco Streller die Oberhand, der ehemalige FCB-Stürmer trat von seinem Amt zurück. Hervorzuheben sind der 19-jährige Flügelstürmer Noah Okafor, Routine im Mittelfeld bringen die ehemaligen Bundesliga-Legionäre Fabian Frei und Valentin Stocker mit. Im Angriff des 20-fachen Landesmeisters spielt der Schweizer Teamstürmer Albian Ajeti.