Salzburg. Er ist der Mann der Rekorde - und dennoch auf dem Boden geblieben. Auf seine Zeit im Ausland angesprochen sagt Maximilian Wöber, seit Dienstag Neuzugang bei Red Bull Salzburg und der mit einer kolportierten Ablösesumme von bis zu zwölf Millionen Euro mit Abstand teuerste Spieler, der je in die heimische Bundesliga gewechselt ist: Er habe sich auch persönlich weiterentwickelt - "auch was den Haushalt betrifft, was meiner Mutter sehr, sehr wichtig war."

Zwei Jahre nach seinem Abgang von Rapid kehrt der ÖFB-Teamspieler nun in die heimische Fußball-Bundesliga zurück. Der 21-Jährige wechselt vom FC Sevilla zum österreichischen Serienmeister, bei dem er einen Fünfjahresvertrag unterschrieb. Wöber war 2017 um knapp sieben Millionen Euro von Rapid zu Ajax gewechselt - eine ähnliche Summe hatte Salzburg 2010 für Joaquin Boghossian gezahlt, den bis dato teuersten Zugang in Österreich - und hatte den Hütteldorfern ihren bisherigen Rekorderlös eingebracht. Nun schloss sich der Wiener dem Rivalen aus Salzburg an. "Es ist ein sportlich top geführter Klub", sagt Wöber über den Serienmeister. "Egal wo man hinschaut, es sind nur Profis am Werk."

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Hohe Ziele

Wöber war im Winter vorerst leihweise, im Juli dann fix für 10,5 Millionen Euro von Ajax nach Sevilla gewechselt. Bei den Andalusiern absolvierte er im Frühjahr sieben Ligaeinsätze und einen in der Europa League, ehe er von einer Meniskusverletzung gestoppt wurde. In der kommenden Saison hätte er bei Sevilla auch aufgrund einer Systemumstellung reduzierte Chancen auf regelmäßige Einsätze gehabt. "Ich war auch mit anderen Vereinen im Austausch", sagt Wöber. Es habe sich aber niemand so sehr um ihn bemüht wie die Salzburger.

Die Champions League, für die Salzburg als Meister erstmals einen Fixplatz hat, bezeichnet der Defensivmann als "riesiges Sprungbrett" für junge Spieler. "Da möchte ich mich natürlich auch zeigen." Als Saisonziele nennt er Meistertitel, Cupsieg und ein möglichst gutes Abschneiden in der Königsklasse.

Es sind hohe Ziele, doch Wöber startet zuversichtlich in sein neues Engagement: "Ich glaube, dass ich von meiner Einstellung und von meinem Charakter absolut ein Führungsspieler sein kann", sagt er. Nicht nur die Mutter wird es freuen. (apa/art)