Nikosia. (apa/art) Christoph Monschein soll für die Austria auch auf Zypern die Wende einleiten. Nach seinem Triplepack in Mattersburg am Wochenende reist der Angreifer mit den Violetten wieder optimistischer zum Rückspiel der Qualifikation zur Europa League bei Apollon Limassol. Auf der Mittelmeerinsel will die Austria am Donnerstag (19 Uhr/ORF1) nach dem 1:2 in Wien noch die Wende schaffen.

Vergangenen Donnerstag sah Monschein die Partie zunächst von der Bank aus. Nach einer knappen Stunde eingetauscht, konnte er als Wechselspieler auch keine Akzente mehr setzen. "Wir haben unsere Fehler gesehen, warum wir verloren haben. Das wollen wir natürlich ausbessern", sagte der 26-Jährige zwei Tage vor der Retourpartie. "Wir haben gesehen, dass wir fünf Tore machen können, da wollen wir die zwei auch schaffen", meinte Monschein in Anspielung auf das 5:1 gegen die Burgenländer am Wochenende, mit dem der dringend benötigte Befreiungsschlag vorerst gelungen ist. Die Partie in Mattersburg soll den Favoritnern das Selbstvertrauen verschafft haben, um den Sprung ins Play-off noch zu realisieren.

Monschein war dabei an allen fünf Toren beteiligt und harmonierte vor allem mit Nebenmann Dominik Fitz. Bright Edomwonyi, der in Wien gegen Apollon begonnen hatte, saß nur auf der Bank. Der Nigerianer war als Sturmpartner von Monschein in die Saison gestartet, durch eine Systemumstellung stand zuletzt aber nur einer der beiden Angreifer auf dem Spielfeld.

Ein großer Schritt

Auf Zypern ist Apollon allerdings eine Macht. Seit 2015 gab es in 19 Heimspielen auf Europacup-Ebene nur zwei Niederlagen bei zwölf Siegen. Gespielt wird am Donnerstag in Nikosia im Landesinneren. Einen wirklichen Heimvorteil hat Apollon damit nicht. Die Austria bricht Mittwochfrüh nach Zypern auf. Nicht im Kader stehen werden die verletzten Michael Madl - der aufgrund von Gelb-Rot im Hinspiel ohnehin hätte zuschauen müssen -, Christian Schoissengeyr und Alexandar Borkovic, der an seiner Fitness arbeitende Alon Turgeman sowie die nicht berücksichtigten Niels Hahn und Sterling Yateke.

Gegenüber dem Hinspiel wird die Austria aber nicht nur das nun verbesserte Selbstvertrauen, sondern auch eine spielerische Steigerung brauchen. In der ersten Halbzeit waren die Ansätze zwar nicht schlecht, die Versuche aber zu ineffektiv. Zudem hatten die Zyprer defensive Unzulänglichkeiten aufgezeigt und gnadenlos ausgenützt. Nach den beiden Gegentreffern durch einen Elfmeter und ein Kontertor agierte die Austria ohne Plan und ohne Kompaktheit.

"Es reichen kleine Momente, um uns aus dem Konzept zu bringen. Nach dem 1:2 sind wir in Muster gefallen, die mir gar nicht gefallen", hatte Trainer Christian Ilzer unter den (teilweise verständlichen) Pfiffen der Fans gemeint. Zumindest ergebnistechnisch hat seine Mannschaft in Mattersburg einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Jener auf Zypern wird aber um einiges größer sein müssen, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.