Monaco. Fußball-Serienmeister Salzburg blickt heute, Donnerstag (18 Uhr/Sky Sport News HD), gespannt nach Monaco, wo die Gruppenphase der Champions League ausgelost wird. Der Linzer ASK erfährt seine Gegner für die Europa League am Freitag (13 Uhr).

Jesse Marsch will zwar einen Topgegner- aber nicht nur. - © apa/Georg Hochmuth
Jesse Marsch will zwar einen Topgegner- aber nicht nur. - © apa/Georg Hochmuth

Die Salzburger könnten auf Gegner wie FC Barcelona, Liverpool, Chelsea, Juventus Turin oder Real Madrid treffen. "Das ist großartig für den Verein, der so lange darauf gewartet hat", meint Trainer Jesse Marsch im Hinblick auf die elf gescheiterten Anläufe in der Red-Bull-Ära, die dem Ligakrösus Sommer für Sommer verlässlich Hohn und Spott einbrachten.

Dass der heimische Meister diesmal einen Fixplatz ergattert hat, geht hauptsächlich auf das Konto der Salzburger, die in den vergangenen Saisonen in der Europa League zahlreiche Punkte für die Uefa-Fünfjahreswertung holten. Der Stellenwert der Marsch-Truppe zeigt sich schon daran, dass man bei der Auslosung im dritten von vier Töpfen liegt.

Einige große Namen, die ebenfalls von dort gezogen werden, bleiben Salzburg damit erspart. Valentino Lazaros Arbeitgeber Inter Mailand, Valencia oder Bayer Leverkusen (Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic, Ramazan Özcan) werden - zumindest in der Gruppenphase - nicht in Wals-Siezenheim gastieren. Ein absoluter Top-Gegner ist mit Blick auf Topf eins quasi garantiert. Dort befinden sich Titelverteidiger Liverpool, Europa-League-Sieger Chelsea, der FC Barcelona, Manchester City, Juventus, Bayern München (David Alaba) und Paris Saint-Germain. Lediglich Zenit St. Petersburg figuriert hier gewissermaßen als graue Maus.

In aller Bescheidenheit: Ein Topgegner reicht

Mit den Madrider Großklubs Real und Atlético, Tottenham oder Benfica Lissabon hat auch Topf zwei echte Kracher zu bieten, zudem besteht die Möglichkeit auf ein Wiedersehen mit Borussia Dortmund und SSC Napoli. Das nominell stärkste Team aus Topf vier ist Leipzig (Marcel Sabitzer, Konrad Laimer, Stefan Ilsanker, Hannes Wolf), auch Atalanta, Racing Genk und Galatasaray finden sich dort. Marsch hofft zwar einerseits auf Knaller, aber auch auf eine gnädige Fortuna. "Hoffentlich bekommen wir nicht von jedem Topf den Topverein. Wenn wir den FC Barcelona bekommen, dann müssen wir nicht auch noch Real Madrid oder Atlético bekommen", meint der US-Amerikaner.

Die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League bringt eine Antrittsprämie von 15,25 Millionen Euro bringt - dazu kommen noch Punkteprämien, TV-Geld und die Einnahmen aus den drei Heimspielen. (apa)