Beim 6:0 gegen Lettland am Freitag war Martin Hinteregger (r.) noch dabei. - © APAWeb / Barbara Gindl
Beim 6:0 gegen Lettland am Freitag war Martin Hinteregger (r.) noch dabei. - © APAWeb / Barbara Gindl

Wien. Martin Hinteregger hat nach einem nächtlichen Ausflug nun auch für Aufregung im ÖFB-Team gesorgt. Am Samstag feierte der Profi von Eintracht Frankfurt seinen 27. Geburtstag laut Medienberichten offenbar ausschweifend. Nachdem Hinteregger den Zapfenstreich weit überzogen hatte, verzichtete Teamchef Franco Foda demnach im EM-Qualifikationsspiel in Polen auf einen Einsatz des Verteidigers.

Offiziell hatte Hinteregger das Spiel beim Tabellenführer der Österreich-Gruppe aufgrund einer Wadenverletzung verpasst. Wahr ist auch, dass der Deutschland-Legionär vergangene Woche mit muskulären Problemen in der rechten Wade ins Teamcamp in Saalfelden eingerückt war. Beim 6:0 gegen Lettland in Salzburg am Freitag hatte Hinteregger dann aber durchgespielt.

Wie die "Kleine Zeitung" und die "Salzburger Nachrichten" am Mittwoch berichteten, nutzte der ehemalige Salzburg-Profi den freien Nachmittag am Samstag, um seinen Geburtstag zu feiern. Statt um 21.30 Uhr soll Hinteregger nach einer Party in Flachau dann erst Sonntagfrüh kurz vor dem Abflug nach Warschau im Teamhotel eingetroffen sein - "mit leichten Gleichgewichtsstörungen", schrieb die "Kleine Zeitung".

"Grenze überschritten"

Der ÖFB reagierte mit einer Aussendung und bestätigte darin die Berichte. Hinteregger verstieß demnach gegen interne Regeln. "Aufgrund der Wichtigkeit des Spiels gegen Polen haben wir den Fokus voll auf das Sportliche gelegt und das Thema bewusst intern abgehandelt. Martin hat sein Fehlverhalten eingesehen und sich entschuldigt", wurde Teamchef Foda zitiert. Der Deutsche hatte Hinteregger beim 0:0 am Montagabend auf die Ersatzbank gesetzt. An seiner Stelle bot Stefan Posch in der Innenverteidigung gegen die Polen eine starke Vorstellung.

Hinteregger zeigte sich in der ÖFB-Aussendung als reuiger Sünder: "Ich habe am Samstag meinen Geburtstag gefeiert und hier eine Grenze überschritten. Ich habe mich beim Trainer, bei der Mannschaft und dem Betreuerteam für mein Verhalten entschuldigt." Für den Kärntner ist es freilich nicht das erste Mal, dass er außerhalb des Spielfeldes auf sich aufmerksam gemacht hat, auch bei Augsburg hatte es Probleme gegeben.

Welche Folgen seine Partynacht für seine künftigen Einsätze im ÖFB-Team haben wird, bleibt abzuwarten. Im Oktober stehen die wichtigen EM-Qualifikationsspiele gegen Israel (10.10.) in Wien und auswärts in Slowenien (13.10.) auf dem Programm. (apa)