Mönchengladbach. Der WAC packt heute (21 Uhr/live Puls 4) sein erstes Zuckerl aus. Und die Kärntner, die sich im Vorjahr als Bundesliga-Dritter direkt für die Fußball-Europa-League qualifizierten, haben sich für ihr Gastspiel beim von Ex-Salzburg-Coach Marco Rose trainierten deutschen Topklub Borussia Mönchengladbach viel vorgenommen. "Unser Tenor ist es, immer den Takt vorzugeben", erklärt Trainer Gerhard Struber. "Uns zu verstecken, ist nicht unser Stil. Ich wüsste gar nicht, wie ich es anstellen sollte, der Mannschaft plötzlich Destruktivität mitzugeben. Abwarten - das geht einfach nicht", sagt Struber. Auch nicht im bei internationalen Spielen 46.291 Zuschauer fassenden Borussia-Park. "Ich möchte, dass wir uns von der Atmosphäre nicht stören lassen, dass wir die Energie als Brennstoff benützen."

Die Vorfreude sei riesengroß - "auch wenn wir wissen, dass da eine Monsteraufgabe auf uns zukommt. Wir sind aber richtig motiviert, unsere persönlichen Grenzen zu verschieben." Gelingt das, könne sein Team auch jenem Roses Rose Probleme bereiten - "und am Ende mit ein bisschen Matchglück vielleicht auch was mitnehmen."

Mit Rose schwenkte Gladbach vom zuvor praktizierten Ballbesitz- auf Umschaltfußball um. Sportdirektor Max Eberl erhoffte sich "einen neuen Ansatz, eine neue Grundidee, eine neue Ansprache". Die ersten vier Runden, in denen sieben Punkte geholt wurden, zeigten, dass in der Umsetzung von Roses Ideen noch nicht alles funktioniert. Am großen Respekt vor dem Auftaktgegner ändert das laut Struber nichts. "Man merkt schon recht deutlich, dass Marco Rose in der kurzen Zeit schon seine Handschrift hinterlassen hat. Die Mannschaft ist sehr vertikal gebrandet, kann aber auch individuell durch Tempo und Dynamik Dinge herbeiführen und wird auch im Gegenpressing immer besser. Ich bin überzeugt davon, dass Gladbach unter Rose in kürzester Zeit wieder zu dem Spitzenklub wird, der Gladbach auch in der Vergangenheit war", sagt Struber. "Summa summarum wartet auf uns eine Mammutaufgabe."

Das kann auch der Linzer ASK vor dem Heimspiel gegen Rosenborg Trondheim (18.55 Uhr/Dazn und Puls 4) von sich behaupten. Allerdings strotzen die Oberösterreicher vor Selbstvertrauen: "Wir wissen, was wir können und dass wir uns vor keinem Gegner verstecken müssen", sagt Coach Valérien Ismaël. (apa)