Shon Weissmann ist mit einer Million Euro der "wertvollste" Spieler des WAC. Schon seit Beginn dieser Saison, als der Israeli ablösefrei von Maccabi Haifa kam, hat er seinen Marktwert verdoppelt. - © APAweb / Gert Eggenberger
Shon Weissmann ist mit einer Million Euro der "wertvollste" Spieler des WAC. Schon seit Beginn dieser Saison, als der Israeli ablösefrei von Maccabi Haifa kam, hat er seinen Marktwert verdoppelt. - © APAweb / Gert Eggenberger

Es ist eine neue Welt, in die der WAC heute Abend (21 Uhr/Dazn/Puls 4) eintaucht: Borussia-Park statt Lavanttal-Arena, Europa League statt Bundesliga. Um zu verstehen, wie fremd der Planet, auf dem die Kärntner mit dem dritten Bundesliga-Platz aus der Vorsaison gelandet sind, für diese ist, genügt aber auch schon ein Blick auf die nackten Zahlen: Während die Österreicher über einen Kader mit einem Marktwert von 11,65 Millionen Euro verfügen - und damit auch in der heimischen Liga nur auf Rang sechs liegen -, sind die Kickerbeine, die Borussias Coach Marco Rose auf den Rasen schicken kann, 257 Millionen Euro wert. Das unterbietet den Gesamtmarktwert in der tipico-Bundesliga lediglich um lächerliche zwei Millionen Euro. Alleine der Marktwert von Salzburgs Jungstar Erling Haaland wird vom Branchenportal transfermarkt.at auf zwölf Millionen Euro taxiert.

Grund sind freilich Haalands spektakuläre Auftritte in der Liga und zuletzt auch im Champions-League-Spiel gegen Genk, in dem der 19-jährige Norweger drei Tore erzielte. Nun wird vielleicht nicht aus jedem ein Haaland - doch auf niedrigerem Niveau bietet sich freilich auch für die Spieler der österreichischen Vertreter in der zweiten Europacup-Reihe die ideale Gelegenheit, ihren Wert durch die Auftritte auf der internationalen Bühne in die Höhe zu schrauben.


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Gelungen ist dies auch schon dem Linzer ASK, der heute ebenso Gelegenheit bekommt, im Spiel gegen Rosenborg Trondheim (18.55 Uhr/Dazn) nachzubessern. Seit dem Vorjahr, als die Oberösterreicher mit einem Marktwert von 15,725 Millionen Euro in die Saison starteten, hat sich dieser bis jetzt durch den Vizemeistertitel sowie die Spiele in der Champions-League-Qualifikation, in der man nur denkbar knapp den erstmaligen Sprung in die Königsklasse verpasst hat, auf 25,95 Millionen Euro verbessert. Damit hat man in finanzieller Hinsicht auch den heutigen Gegner Rosenborg Trondheim um mehr als sechs Millionen Euro überholt.

"Mitzunaschen ist schon sensationell"

Die Zahlen freilich sind das eine, die Ergebnisse das andere. Doch egal, wie diese lauten, gewonnen haben sowohl der WAC als auch der Lask schon jetzt - an Ansehen und Geld. Alleine die Antrittsprämie in der Europa-League-Gruppenphase beträgt 2,92 Millionen Euro; für jeden Sieg beziehungsweise jedes Remis gibt es 570.000 beziehungsweise 190.000 Euro extra, dazu kommen Einnahmen aus den Heimspielen und dem Uefa-Marketingpool.

Die Träume von einer Kassa à la Mönchengladbach sind WAC-Präsident Dietmar Riegler freilich ähnlich fremd, wie es - noch - der Planet namens Europacup ist. Man werde weiterhin der Politik der kleinen Schritte treu bleiben, anstatt überhastete Sprünge zu machen, sagt er. "Alleine dass wir am Uefa-Kuchen mitnaschen können, ist für uns schon etwas Sensationelles", sagt er.