Krassimir Balakow will nicht mehr. - © APAweb / Action Images / Reuters, Tony O'Brien
Krassimir Balakow will nicht mehr. - © APAweb / Action Images / Reuters, Tony O'Brien

Der ehemalige bulgarische Fußball-Held Krassimir Balakow, der seit Mai die Nationalmannschaft seines Heimatlandes betreute, ist am Freitag zurückgetreten.

Offiziell nannte Balakow in einer Aussendung des Verbandes die enttäuschenden Leistungen als Grund, allerdings war der gesamte bulgarische Verband nach den Rassismus-Vorfällen im EM-Qualifikationsspiel gegen England (0:6) am Montag unter Druck geraten.

Präsident Boris Michailow hatte am Tag danach seinen Rücktritt auf Druck der Regierung angekündigt. Da auch die restlichen Präsidiumsmitglieder sich dagegen ausgesprochen haben, das Amt zu übernehmen, steht Bulgariens Fußball nun vor einer völligen Neuaufstellung. Bulgarien liegt in der EM-Qualifikationsgruppe A auf dem letzten Platz, das nächste Spiel steigt am 18. November gegen Tschechien.

Bis dahin sollte auch bekannt sein, welche Sanktionen der Europaverband Uefa gegen die Bulgaren ergreifen will. Am 28. Oktober tagt die Disziplinarkommission. In den Uefa-Regularien sind für wiederholte rassistische Vorkommnisse seitens der Fans Strafen von Stadionsperren, Geldbußen, Punkteabzügen bis hin zum Ausschluss aus dem Wettbewerb vorgesehen.