Dass auf Österreichs Fußballplätzen heuer sehr viele Tore fallen, ist bisher in erster Linie Salzburg zuzuschreiben. In der vergangenen Saison beendete der Meister den Grunddurchgang nach 22 Runden mit 51 erzielten Treffern, heuer sammelte Red Bull schon nach zehn Runden 47 Toren. Am Samstag kam jedoch überraschenderweise nur ein weiterer hinzu. Bei Sturm Graz musste sich Salzburg mit einem 1:1 begnügen.

Dafür hat der Lask am Samstag für ein Schützenfest gesorgt und daheim Mattersburg nach einem frühen 0:1-Rückstand mit 7:2 bezwungen. Die Linzer halten damit noch Kontakt zum Titelverteidiger, der trotz der außergewöhnlichen Saison und einem Durchschnitt von mehr als vier Treffern pro Spiel lediglich drei Punkte Vorsprung in der Tabelle auf den Lask aufweist. Im dritten Spiel des Tages setzte sich Admira bei Altach mit 4:1 durch.

Dass ausgerechnet Sturm Graz mit den Salzburgern wird mithalten können, war angesichts der bisherigen Leistungen nicht zu erwarten. Doch die Steirer boten eine defensiv starke Vorstellung, und sie kamen in der ersten Hälfte auch vorne zu einigen guten Szenen. In der 17. Minute nutzte Ivan Ljubic einen Abstauber zum 1:0, von Salzburg kam danach nicht sehr viel.

Auch nach der Pause sah es länger so aus, als könnte Sturm Salzburg wirklich ein Bein stellen. Der Titelverteidiger agierte offensiver, es ergaben sich dadurch aber auch Konterchancen für die Gastgeber. Bei einer solchen entschied sich der kurz zuvor eingewechselte Kiril Despodow für einen Abschluss statt für das Abspiel auf den besser postierten Bekim Balaj. Es hätte das 2:0  sein können. Im Gegenzug fingen sich die Grazer dann aber den Ausgleich ein. Sekou Koita kam nach einem Schussversuch von Maximilian Wöber etwas glücklich an den Ball, zog sofort halbvolley ab und traf per Innenstange zum 1:1.