Rapid hat am Sonntag den Sprung auf Platz drei der Tabelle verpasst. Daheim konnten die Wiener den seit Wochen national wie international in Hochform agierenden WAC nicht bezwingen, auch wenn Rapid an diesem Tag die klar bessere Mannschaft war und deutlich mehr Chancen vorfand. Andererseits hatte Rapid auch Glück, nicht schon zur Pause mit einem oder zwei Spielern weniger auf dem Feld zu stehen.

Die Heim-Elf agierte gleich zu Beginn überaus rustikal. So heißt das im Fußball, wenn man Worte wie brutal vermeiden will. Sowohl Stefan Schwab als auch Taxiarchis Fountas hätten sich für Platzweise nicht beschweren dürfen, eine Blutgrätsche im gegnerischen Strafraum brachte Stürmer Aliou Badji gerade noch so die Gelbe ein. So lag es an den Wolfsbergern, sich zu beschweren, konkret über die Spielweise der Rapidler und den generösen Schiedsrichter Harkam.

Fountas trifft nach rotwürdigem Foul

George Davies (l.) konnte mit St. Pölten der Austria und Florian Klein ein Remis abluchsen. - © APAweb / EXPA / Thomas Haumer
George Davies (l.) konnte mit St. Pölten der Austria und Florian Klein ein Remis abluchsen. - © APAweb / EXPA / Thomas Haumer

Dass sich die kommende Woche wieder in der Europa League (in Istanbul) engagierten Kärntner von der Härte beeindrucken ließen, war offensichtlich. So dominierte Rapid die Partie, kam zu einigen guten Chancen, bei einer davon stocherte der sehr agile und auffällige, mitunter aber auch erratische Fountas den Ball ins Tor (31.). Freilich, wenige Minuten vor dem Treffer fuhr der Grieche, bereits wegen Kritik verwarnt, einem Wolfsberger bei einem weiten Abschlag unnötig ins Schienbein. Das hätte die zweite gelbe Karte sein können, vielleicht sogar müssen.

Rapid agierte nach der Pause nicht minder dominant, aber auch fehleranfälliger. Fountas kam zu einigen Chancen, verhudelte sie aber allesamt. Ein Freistoß auf der anderen Seite samt Blackout von Rapid-Verteidiger Maximilian Hofman führte dann zum Ausgleich für den WAC nach 64 Minuten durch Mario Leitgeb. Da die Wiener danach in einer zunehmend zerfahrenen Partie offensiv nur mehr wenig Sinnvolles kreieren konnten, blieb ihnen der Sprung auf Platz drei verwehrt. Als Vierter hat Rapid weiter acht Punkte Rückstand auf Salzburg, fünf auf den Lask.,

Austria nur Remis gegen Schlusslicht St. Pölten

Zuvor hatte die Austria einen Erfolg in St. Pölten liegen gelassen. Die Wiener gingen am Sonntag zwar beim 2:2 (1:0) gegen den Tabellenletzten zweimal in Führung, traten die Heimreise nach einem späten Elfertor von Rene Gartler (87.) aber nur mit einem Zähler an. Beim Spiel WSG Tirol gegen Hartberg konnten sich die Steirer mit 1:0 behaupten.

Christoph Monschein hatte die Austria mit seinem neunten Saisontor (5.) früh voran gebracht. Nach dem Ausgleich der Niederösterreicher durch Pak Kwang-ryong (59.) legte Alon Turgeman (67.) für die Wiener erneut vor. Durch Hartbergs Erfolg bei der WSG Tirol vergrößerte sich der Abstand der Austria auf Platz sechs auf drei Punkte. St. Pölten hält nun ebenso bei sieben Saisonzählern wie der Vorletzte Altach.