Vor einer Woche waren englische Spieler beim EM-Qualifikationsspiel in Bulgarien Ziel rassistischer Anfeindungen, am Wochenende kam es in England selbst zu einem neuerlichen Eklat, aus dem die Spieler der Gastgebermannschaft Haringey Borough selbst die Konsequenzen zogen: Beim FA-Cup-Qualifikationsspiel gegen Yeovil Town verließen die Haringey-Akteure wegen Beleidigungen der gegnerischen Fans demonstrativ das Spielfeld.

Am Montag gab die Polizei bekannt, dass zwei Männer wegen Verdachts auf rassistische Beleidigungen festgenommen wurden. Es handle sich dabei um zwei Männer im Alter von 23 und 26 Jahren.

Beim Stand von 0:1 hatten die Spieler in der 64. Minute den Rasen verlassen und nicht mehr weitergespielt. Nach Angaben von Team-Manager Tom Loizou war Haringey-Keeper Douglas Pajetat von Gäste-Fans rassistisch diffamiert worden. Der 33-jährige Kameruner soll zudem bespuckt und von einer Flasche getroffen worden sein. Auch Pajetats Teamkollege Coby Rowe sei beleidigt worden. Der englische Fußballverband FA will Ermittlungen einleiten. (apa/dpa)