Das Spiel vor einer Woche fand vor leeren Rängen statt. - © APAweb / afp, KFA
Das Spiel vor einer Woche fand vor leeren Rängen statt. - © APAweb / afp, KFA

Keine Zuschauer, keine TV-Übertragung, keine ausländischen Journalisten: Das Fußball-WM-Qualifiktaionsspiel zwischen Nord- und Südkorea von vergangener Woche, das zu einer Farce verkommen war, hat nun erste Konsequenzen: Weil sich Sponsoren und Partner des asiatischen Fußballverbandes offenbar um ihre Reputation sorgen, wird das Finale im zweitklassigen AFC-Cup nun nicht wie geplant in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang, sondern in Shanghai ausgetragen.

Das Endspiel steigt am 2. November zwischen dem nordkoreanischen Klub 4.25 SC und dem libanesischen Vertreter Al Ahed.

Das Spiel vor einer Woche und vor leeren Rängen hat offenbar die Fußballverantwortlichen alarmiert. Anstatt (erneut) ein Zeichen der Annäherung zwischen den verfeindeten Koreas auf sportdiplomatischem Parkett zu setzen, ließ das Match die Gemüter erst recht hochgehen. Südkoreanische Spieler und Verbandsvertreter hatten gar von einer vergifteten Atmosphäre "wie im Krieg" gesprochen. Auch Weltverbandschef Gianni Infantino hatte sich enttäuscht gezeigt.