Haaland und Ulmer jubelten, Rapids Stojkovic nicht. - © apa/Krugfoto
Haaland und Ulmer jubelten, Rapids Stojkovic nicht. - © apa/Krugfoto

Das hätte noch ins Auge gehen können. Erstmals seit einer kleinen Ewigkeit ist Red Bull Salzburg am Sonntag in der laufenden Bundesliga-Saison vor heimischem Publikum richtig gewankt - und dann doch nicht gefallen. Und das nur dank eines Geniestreichs von Routinier Zlatko Junuzovic, der via Freistoß in der 94. Minute traf und damit den 3:2-Sieg gegen Rapid fixierte. Die weiße Weste, der siebente Heimerfolg im siebenten Spiel, war damit gerettet.

Dementsprechend groß war daher auch bei Salzburg zu Wochenbeginn die Freude über das Happy End. "Der Lask und WAC sind gute Mannschaften, aber auch Rapid. Die Liga heuer ist eng und wird eng bleiben, vor allem im Play-off nach der Punkteteilung. Es wird nicht einfach für uns, so gesehen waren diese Punkte heute ganz wichtig für uns", erklärte Salzburg-Coach Jesse Marsch. Die Tabelle bestätigt dies: Der Linzer ASK (29 Punkte) lauert hier nach der zwölften Runde nur drei Zähler hinter dem Meister (32), abgeschlagen, aber nicht ungefährlich, folgen WAC (24) und Rapid (21).

Während die Wiener mit der knappen Niederlage in Salzburg hadern, blicken auch die Europacup-Starter Lask und WAC auf eine unterschiedliche Woche zurück. Die Linzer haben nach einem glücklichen Punktgewinn in Eindhoven in der Bundesliga mit einem 1:0 in Altach Rang zwei abgesichert. Die Kärntner wiederum verspielten wenige Tage nach der Niederlage in Istanbul bei Başakşehir beim 2:2 zu Hause gegen Admira in der Nachspielzeit den Sieg. Freilich ist das Jammern auf hohem Niveau - vor allem, wenn man sich etwa die prekäre Situation bei der Austria ansieht. Hier stehen die Zeichen, nachdem zuletzt statt zwei Pflichtsiegen (gegen WSG Tirol und St. Pölten) nur ein Punkt geholt werden konnte, klar auf Sturm. Die Meisterrunde können die Wiener bald einmal abhaken. Dementsprechend konnte auch Coach Christian Ilzer nur appellieren: "Es ist wichtig, dass wir jetzt zusammenhalten."

Historisches Steirer-Derby

Wäre die Austria wenigstens im ÖFB-Cup im Rennen, Ilzer könnte hier noch hoffen. Tatsächlich wird es aber in den Achtelfinalspielen am Dienstag und Mittwoch nur für die verbliebenen Bundesligisten ernst. Ein Spiel der besonderen Art steigt am Dienstagabend im Franz-Fekete-Stadion im Mürztal (20.30 Uhr/ORFSport+). Erstmals seit mehr als sieben Jahren stehen sich hier wieder der Kapfenberger SV und Sturm Graz in einem Pflichtspiel gegenüber. Im jüngsten, bereits weit zurückliegenden Steirer-Derby am 28. April 2012 hatte sich Sturm zu Hause glücklich mit 2:1 durchgesetzt, Kapfenberg stieg danach ab. Man darf also gespannt sein.(rel)

tipico-Bundesliga, 12. Runde:

Austria - WSG2:3

St. Pölten - Sturm Graz0:4

Hartberg - Mattersburg3:1

WAC - Admira2:2

Altach - Linzer ASK0:1

Salzburg - Rapid3:2

1. Salzburg 12 50:1232

2. Linzer ASK 12 26:829

3. WAC 12 30:1324

4. Rapid 12 25:1721

5. Sturm Graz 12 20:1120

6. Hartberg 12 24:2418

7. Austria 12 18:2512

8. WSG 12 16:2312

9. Mattersburg 12 17:3510

10. Admira 12 14:319

11. Altach 12 17:317

12. St. Pölten 12 8:357

ÖFB-Cup-Achtelfinale, Dienstag:

St. Pölten - Ried18 Uhr/ORF Sport+

St. Anna - Amstetten19.00 Uhr

Gurten - Lustenau19.00 Uhr

Gleisdorf - WSG19.00 Uhr

Kapfenberg - Sturm Graz20.30 Uhr/

ORF Sport+