Der Fall hatte am 14. Oktober für weltweites Echo und nationale Konsequenzen gesorgt: Im EM-Qualifikationsspiel in Sofia wurden dunkelhäutige englische Spieler von bulgarischen Fans massiv rassistisch beschimpft, Verbandspräsident Borislaw Michailow und Teamchef Krassimir Balakow traten daraufhin zurück. Nun gibt es auch sportrechtliche Folgen für den bulgarischen Verband: Er wurde mit einem Geisterspiel, einem weiteren auf Bewährung sowie einer Geldbuße von insgesamt 85.000 Euro bestraft.

Die Fans hatten am 14. Oktober im Spiel gegen England für einen Rassismus-Skandal gesorgt. - © APAweb / Action Images / Reuters, Carl Recine
Die Fans hatten am 14. Oktober im Spiel gegen England für einen Rassismus-Skandal gesorgt. - © APAweb / Action Images / Reuters, Carl Recine

Wenngleich vor allem die Geldstrafe - auch die Engländer müssen wegen Störungen der Hymne der Gastgeber 5000 Euro zahlen - sowie der Entgang von Erlösen aus Eintrittskarten den ohnehin ins Chaos geschlitterten bulgarischen Verband hart treffen, hätte die Strafe für die Bulgaren durchaus noch drastischer ausfallen können. Sie gelten aufgrund von Vorfällen aus den vorangegangenen Spielen als Wiederholungstäter - in diesem Fall behält sich der Europaverband Uefa sogar einen Ausschluss aus dem Wettbewerb vor. Allerdings haben die Bulgaren ohnehin keine Chance mehr auf das EM-Ticket: In der Qualifikationsgruppe A liegen sie aussichtslos auf dem letzten Platz. (art)