Auf den ersten Blick scheint der ASK Ebreichsdorf ein kleiner Fisch im großen Teich des ÖFB-Cups zu sein, allerdings könnte die Begegnung für Red Bull Salzburg im Achtelfinale am Mittwoch (18 Uhr/ORF1) eine brenzlige Angelegenheit werden. Schauplatz des ungleichen Kampfes um den Aufstieg ins Viertelfinale ist die BSFZ-Arena in Maria Enzersdorf, jener Rasen also, auf dem die Ebreichsdorfer bereits in der zweiten Cup-Runde die Hausherren, den Bundesligisten Admira, eliminiert hatten.

Möglich ist daher alles. Dessen ungeachtet hat sich Salzburg vorgenommen, hier das nächste Teilstück zum bereits sechsten Cup-Titel in sieben Jahren hinter sich zu bringen. Statistisch gibt es da auch keinen Zweifel: 31 von 32 Bewerbsspielen wurden seit 2014 gewonnen, einzig im Finale 2018 gegen Sturm Graz setzte es eine Niederlage (0:1). "Es ist kein einfaches Spiel für uns, auch weil die Ausgangslage recht klar ist: Jeder erwartet von uns den Sieg. Deshalb müssen wir motiviert und konzentriert auftreten", sagte Torhüter Carlos Coronel. Der anstelle des verletzten Cican Stankovic als Nummer eins aufgerückte Brasilianer wird weiter Spielpraxis für die kommenden Aufgaben in Liga und Champions League sammeln. Ebenso warnte auch Trainer Jesse Marsch davor, dass Ebreichsdorf vor allem bei Standardsituationen sehr stark sei. Dass der Drittligist mit Lafnitz sowie mit der Admira bereits zwei höherklassige Teams besiegt hat, sei eine klare Warnung. "Sie sind also eine gefährliche Mannschaft", so Marsch.

Gefährlich, im Sinne eines Ausscheidens, werden könnte es am Mittwoch auch für die Europacupstarter Lask und WAC. Die Linzer treffen im Duell zweier Erstligisten in Pasching auf Altach (20.30 Uhr/ORF1). Bereits zuvor tritt der WAC bei Wacker Innsbruck an (19 Uhr). Der Lask und Altach begegneten sich bereits am Wochenende. Die Oberösterreicher nahmen aus Vorarlberg dank eines 1:0-Sieges alle drei Zähler mit und sind auch daheim zu favorisieren. Surfen die Athletiker auf der Erfolgswelle, sind die Altacher seit fünf Liga-Spielen sieglos. Nur ein Tor schossen die Westösterreicher dabei. Ein kleiner Lichtblick in dieser Phase war der Cup-Auftritt bei Wels, der 4:1 gewonnen wurde. Immerhin, so meinte Coach Alex Pastoor am Sonntag, habe man sich defensiv stabiler gezeigt.

Für den Lask war der Sieg indes fast "Business as usual". Wie in der Vorsaison, als sie im Halbfinale unglücklich an Rapid scheiterten, wollen die Linzer auch im Cup reüssieren. Trainer Valérien Ismaël wusste allerdings um die Tücken. "Der Cup ist ein besonderer Wettbewerb. In der Liga kann man ein Spiel verlieren und hat die Möglichkeit, es wieder auszubessern. Im Cup bist du weg. Deshalb ist es wichtig, dass wir sehr konzentriert in Partie hineingehen", sagte der Franzose. In seiner aktiven Zeit war Ismaël selbst Cupsieger mit Straßburg, Werder Bremen und Bayern München.

Druck auf WAC

Die Wolfsberger schossen indes in den ersten zwei Runden 15 Tore, 9:0 beim SAK Klagenfurt und 6:0 bei Nachbar ATSV Wolfsberg gingen die Partien aus. Beim Achten der zweiten Liga wollen die Kärntner wieder mehr Effizienz zeigen, nachdem es infolge des 2:2 gegen die Admira Ärger gegeben hatte. "Wenn wir ein Top-Team bleiben wollen, müssen wir solche Spiele nach Hause spielen", betonte Trainer Gerhard Struber.

Die Cup-Achtelfinalspiele vom Dienstag waren zu Redaktionsschluss noch im Gang.(rel/apa)

ÖFB-Cup-Achtelfinale:

Dienstag (nach RedSchluss):

St. Pölten - Ried

St. Anna - Amstetten

Gurten - Lustenau

Gleisdorf - WSG

Kapfenberg - Sturm Graz

Mittwoch:

Ebreichsdorf - Salzburg18 Uhr/ORF1

Innsbruck - WAC19 Uhr

Linzer ASK - Altach20.30 Uhr/ORF1