Nach dem 0:0 im ersten Duell gegen PSV will der Lask nun zu Hause wieder Zählbares holen. - © REUTERS
Nach dem 0:0 im ersten Duell gegen PSV will der Lask nun zu Hause wieder Zählbares holen. - © REUTERS

Mit breiter Brust startet der Linzer ASK am Donnerstag (18.55 Uhr/Dazn) in Linz in die Rückrunde der Fußball-Europa-League. Die Oberösterreicher empfangen im Duell zweier Vizemeister PSV Eindhoven und könnten mit einem Sieg den Kampf um die zwei Aufstiegsplätze der Gruppe D zu einem spannenden Dreikampf machen. Bei einer Niederlage hingegen könnte die Hoffnung auf den Aufstieg dagegen auf ein Minimum sinken. Sollten PSV und im Parallelspiel Sporting Lissabon bei Schlusslicht Trondheim gewinnen, wäre die Gruppe zwar noch nicht zugunsten der Niederländer und Portugiesen entschieden, ein Weiterkommen aber doch schwierig.

Doch davon wollen die Linzer nichts wissen. "Wir haben uns nach den ersten drei Spielen eine überragende Ausgangslage geschaffen. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen. Wir können diese Gruppe spannend machen und spielen auf Sieg", erklärte Trainer Valérien Ismaël. Der Linzer ASK hat zuletzt in Meisterschaft und Cup fünf Siege geholt, dazwischen lag das 0:0 in Eindhoven. PSV war dabei klar besser und hatte eine Vielzahl von Chancen, dank des Punktgewinns sind die Linzer Athletiker aber noch im Aufstiegsrennen. "PSV ist ein starker Gegner, das haben wir im Hinspiel gesehen. Aber wir sind gut vorbereitet und gewarnt. Die Jungs sind heiß, waren nicht zufrieden mit dem Hinspiel und wollen es besser machen. Es gibt nur eine Richtung, von der ersten Minute an Vollgas", betonte Ismaël.

Dem stimmte auch Thomas Goiginger zu. "Die Stimmung ist sehr gut nach den letzten Leistungen. Wir hoffen, dass wir unsere Leistung vom Auswärtsspiel verbessern können. Es ist eine große Herausforderung, wir wollen unsere beste Leistung auf den Platz bringen", so der Teamspieler. Während sich der Lask in den vergangenen Wochen viel Selbstvertrauen geholt hat, lief es für Eindhoven zuletzt nicht ganz nach Wunsch. In der Meisterschaft ist PSV nach nur einem Punkt aus den jüngsten drei Spielen auf Rang drei zurückgefallen. "PSV ist unter Druck, das macht sie nicht ungefährlich. Aber das Momentum ist auf unserer Seite", so Ismaël.

WAC peilt zu Hause Punkte an

Das Momentum auf seiner Seite sieht auch der zweite heimische Vertreter in der Europa League, Wolfsberg. In der Neuauflage des jüngsten Duells mit Istanbul Başakşehir will sich der WAC am Donnerstag (21 Uhr/Puls4) diesmal belohnen. Zwei Wochen nach der vermeidbaren 0:1-Auswärtsniederlage sinnen die Kärntner in Graz auf Revanche, um die Aufstiegschance zu wahren. "Wir werden alles dransetzen, um die wichtigen drei Punkte mitzunehmen", sagte Coach Gerhard Struber.

Ein 1:1 gegen die AS Roma sowie der 4:0-Kantersieg über Sturm Graz am vergangenen Wochenende zeigen, dass die Wölfe in der steirischen Landeshauptstadt nicht fremdeln. Diese "Wohlfühl-Atmosphäre" soll die Leistung gegen Başakşehir erneut befeuern. "Wir genießen die Atmosphäre und fühlen uns dort sehr wohl. Das kriegt man als Spieler und Trainer nicht so oft in einem Spielerleben. Da müssen wir die Gunst der Stunde nützen", erklärte Struber. Seine Mannschaft liegt in der Gruppe J gleichauf mit Başakşehir (je 4) einen Punkt hinter Roma beziehungsweise zwei Zähler vor Mönchengladbach.

"Alles in die Waagschale"

Im ersten Spiel am Bosporus konnte der WAC gegen die mit internationalen Routiniers gespickten Hausherren seine gewohnten Qualitäten nur selten ausspielen, in der 80. Minute fingen sich Michael Liendl und Co. dann den entscheidenden Konter ein. Zu ähnlichen Szenen soll es diesmal gar nicht erst kommen. "Wir wissen, wie richtungsweisend das Spiel für uns ist und wollen gegen den technisch schwer gewichteten Gegner alles in die Waagschale werfen", versprach Struber. "Wir wollen von der ersten Sekunde an der unangenehme Taktgeber sein."

Sein Team könne "schon richtig gut Fußball spielen", in erster Linie müsse man aber die Türken mit hoher Aufmerksamkeit und schierer Intensität überrumpeln. "Wir wollen sie mit unserer Art überfordern. Das ist die einzige Chance", betonte Struber, dessen Truppe nur drei Tage später in Wolfsberg in der Liga gegen Meister Salzburg gefordert sein wird.