Kleider machen zwar noch keine Sieger oder EM-Teilnehmer, aber ein bisschen frischen Schwung dürfen die neuen Trikots, in denen Österreichs Fußball-Nationalmannschaft am Samstag gegen Nordmazedonien spielt (20.45 Uhr/Ernst-Happel-Stadion), dann doch geben. Zusätzliche Motivation ist freilich nicht vonnöten. Denn mit einem weiteren Punkt ist das ÖFB-Team fix für die paneuropäische EM qualifiziert.

Das Leiberl ist in Schwarz mit mintgrünen Elementen gehalten, Hose und Stutzen sind mintgrün, Nummer und Spielername erstrahlen in Gold. Präsentiert wurde das Trikot von Marko Arnautovic, der die Bühne mit den Worten "I woa scho immer a schena Bua" betrat. Danach meinte der ÖFB-Star: "Mir gefällt es sehr gut, es hilft uns aber nicht weiter beim Spielen. Wir schauen sehr schön aus, aber wir müssen auch sehr gut Fußball spielen."

Mit 26 Länderspieltoren ist Arnautovic Siebenter der ewigen Rangliste, die bisherigen 84 Team-Einsätze bedeuten Platz fünf. An diese Statistiken verschwendet der 30-Jährige nach eigenen Angaben aber keine Gedanken. "Ich bin nicht einer, der sich dafür interessiert. Ich will, dass meine Mannschaft gewinnt."

Da dies in den vergangenen Monaten gelang, fehlt nur noch ein Zähler gegen Nordmazedonien zum Start bei der Europameisterschaft. Dennoch warnte Arnautovic vor verfrühter Euphorie. "Wir müssen aufhören zu sagen, das ist nur Nordmazedonien, wir brauchen nur einen Punkt. Wir müssen höchstkonzentriert sein und mit dem Gedanken reingehen, wir wollen drei Punkte, nicht einen."

Nur nicht blöd aus der Wäsche schauen

Trotz aller Mahnungen weiß Arnautovic aber auch, dass die Gefahr eines Scheiterns nicht mehr allzu groß ist. "Jetzt sind wir vor der Tür, die Tür ist zur Hälfte offen, wir müssen sie nur noch aufschieben."

Anlässlich der Trikotpräsentation wurde auch die Vertragsverlängerung zwischen dem ÖFB und Puma bekanntgegeben. Der Sportartikelhersteller steigt damit zu einem der vier Premiumpartner des Verbandes auf, über die Laufzeit des Kontraktes wurden keine Angaben gemacht. Puma ist seit 45 Jahren Ausrüster des Nationalteams. "Wir haben bald eine Goldene Hochzeit", meinte ÖFB-Präsident Leo Windtner. Beschenken will man sich dennoch lieber von den Spielern lassen - in Form einer EM-Teilnahme. Gelingt dies angesichts der exzellenten Ausgangslage nicht, würde man ziemlich blöd aus der Wäsche schauen - egal, wie modisch die auch sein mag. (apa/red)