Wer 2008 während der Zeit der Fußball-EM durch Österreich tingelte, konnte dem Schlachtruf der euphorisierten spanischen Fans quasi nicht entkommen. "Villa - Villa - Villa maravilla", tönte es aus Cerveza-geölten Kehlen. David Villa, der so besungene "Wunder"-Stürmer, war einer der Stars jenes Teams, das hier bei der EM in Österreich und der Schweiz schließlich auch mit Hilfe seiner Tore den Titel holen - und damit gleichsam eine Ära im spanischen Fußball begründen - sollte.

Zwei Jahre später folgte der WM-Titel (und weitere zwei Jahre später die erfolgreiche EM-Titelverteidigung), danach wechselte Villa von Valencia zum FC Barcelona.

Auch dort war Villa Teil einer goldenen Generation, die unter anderem 2011 die Champions League sowie die Klub-WM gewinnen sollte, wenngleich es dem Stürmer Villa dort selten gelang, mit den Vereinsikonen Andrés Iniesta, Xavi und Lionel Messi, die quasi die DNA der katalanischen Übertruppe stellten, in einem Atemzug genannt zu werden.

Mittlerweile ist es überhaupt ruhig geworden um David Villa. Nach einem Engagement in den USA beendet er im Jänner, nach dem Ende dieser Saison der japanischen J-League, seine Karriere bei Vissel Kobe, zu dem auch Iniesta nach seiner Barcelona-Zeit gewechselt war. Das gab der 37-Jährige am Mittwoch auf Social Media bekannt.


Nach 19 Jahren als Profi habe er sich entschieden, mit dem Fußball aufzuhören, schrieb Villa. "Ich danke allen Teams, Trainern und Mannschaftskollegen, die dazu beigetragen haben, dass ich so eine traumhafte Karriere erleben durfte." Es war eine Karriere, die maravillosa verlaufen ist - und die an anderer Stelle weitergehen soll. Denn erst am Dienstag hat er verkündet, gemeinsam mit anderen Investoren einen Klub in New York gründen zu wollen.

Demnach wird der Queensboro FC ab 2021 in der USL Championship mitspielen. "Ich bin stolz, Teil dieses Projekts zu sein. Profifußball in die vielfältige Gemeinschaft von Queens zu bringen, ist eine aufregende und einzigartige Gelegenheit", sagt Villa. Auch das sei "ein Traum".