Erst am Montag wurde Martin Bruckner unter einigem Getöse zum neuen Präsidenten des SK Rapid gewählt, nun wurde bekannt, dass er künftig mehr Zeit als erwartet für den Klub haben wird. Bruckner wird seinen 2020 auslaufenden Vertrag als Vorstand der Allianz Investmentbank nicht verlängern - auf eigenen Wunsch, wie die Allianz am Mittwoch bekanntgab und Bruckner gegenüber dem Fußballportal 90.minuten.at bestätigte.

"Ich habe beschlossen, nach 31 Jahren beruflich kürzer zu treten und nehme mir jetzt einfach die Freiheit heraus, die Batterien aufzutanken. Für die Zeit, die ich künftig für den SK Rapid haben werde, ist es sicher nicht nachteilig", erklärte Bruckner demnach.

Schon am Mittwoch hat die Allianz-Gruppe Österreich im Zuge der geplanten Umstrukturierungen - die Investmentbank und die die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) werden fusioniert - auch Änderungen im Management bestätigt. Wie Bruckner aus dem Vorstand der Investmentbank AG wird sich Christian Ramberger aus der KAG-Geschäftsführung zurückziehen.

Bruckner wird aber vorerst im Vorstand die Abwicklung bis zur Konzessionsrücklegung begleiten und danach aus der Allianz-Gruppe ausscheiden.

Am 10. September hatte die heimische Allianz-Gruppe bekannt gegeben, ihre Vermögensverwaltung straffen zu wollen und deshalb die Investmentbank und die KAG verschmelzen zu wollen. Dabei würden voraussichtlich Ende 2020 rund 30 Arbeitsplätze wegfallen. Damals zählten die beiden Gesellschaften mehr als 80 Mitarbeiter, es würde also gut ein Drittel der Jobs wegfallen. Teile des Geschäfts der Investmentbank sollen auf die Allianz Invest KAG übertragen werden, diese soll weiterbestehen. Ein strategischer Partner werde für das Depotbankgeschäft gesucht, für das derzeit die Investmentbank verantwortlich sei, hieß es damals. (apa/art)