Wie Red Bull Salzburg, das sich in der tipico-Bundesliga gegen WSG mit 5:1 durchsetzte, konnte auch der FC Liverpool seine Generalprobe für das Aufeinandertreffen mit Österreichs Meister im Kampf um den Aufstieg in der Champions League am Dienstag (18.55 Uhr) erfolgreich gestalten. Die Reds setzten sich am Wochenende mit 3:0 über Bournemouth durch und haben als Tabellenführer der englischen Premier League bereits 14 Punkte Vorsprung auf ihren vermeintlich größten Rivalen und Titelverteidiger Manchester City. Zweiter ist Leicester City, der mit dem achten Ligasieg hintereinander, dem ohne Christian Fuchs errungenen 4:1 gegen Aston Villa, einen neuen Klubrekord aufstellte. Der Abstand auf Liverpool beträgt aber schon acht Punkte, für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ist der erste Meistertitel seit 30 Jahren damit schon in greifbarer Nähe.

Klopp erfreute sich aber nicht zuletzt am Umstand, dass seine Truppe zum ersten Mal seit 28. September ohne Gegentor blieb. "Ich habe eigentlich schon vergessen, wie sich das anfühlt", sagte er. "Es ist großartig, wir sollten das öfter haben". Für seine Spieler sei das in der Kabine das große Thema gewesen: "Clean Sheet, clean sheet", also "ohne Gegentor", sollen diese gerufen haben, als er in die Kabine kam. Und der Deutsche schlug auch die Brücke zum Duell mit Salzburg, in dem sein Team unter Druck steht, zumindest punkten muss. "Am Dienstag wartet schon die nächste Partie, wo das nicht ungelegen käme."

Vor der letzten Runde liegen die Salzburger in Gruppe E mit sieben Punkten hinter Liverpool (10) und SSC Napoli (9) auf Rang drei. Die beiden Topteams erreichen das Achtelfinale, der Dritte steigt ins Sechzehntelfinale der Europa League um. Zumindest dieses Ticket hat Salzburg bereits sicher.
Sollten alle drei Aufstiegsaspiranten am Ende bei zehn Punkten halten, weil Napoli im Parallelspiel gegen KRC Genk Remis spielt, zählen zuerst die eroberten Zähler aus allen Duellen zwischen den drei betroffenen Klubs. Dabei hätte Napoli die Nase vorne. Weil Salzburg und Liverpool bei einem Salzburg-Sieg nach Punkten auch hier gleichauf liegen würden, würde die Tordifferenz innerhalb der "Dreiertabelle" entscheiden - und für Salzburg und gegen Liverpool sprechen. (art/apa)