Vor mittlerweile vier Jahren wurden sie aus dem internationalen Fußballgeschehen ausgesperrt, nun ist die schier unendliche Geschichte rund um Joseph Blatter und Michel Platini um ein Kapitel reicher:  Der Fußball-Weltverband Fifa hat in der Schweiz Klage gegen die früheren Topfunktionäre eingereicht. Damit folgt die Fifa einer Empfehlung ihres Governance Komitees und fordert zwei Millionen Schweizer Franken (ca. 1,8 Millionen Euro) zurück, wie der Weltverband am Montag mitteilte.

Sollte dies erfolgreich sein, würde die Summe in die Entwicklung des Fußballs investiert werden, hieß es. Die dubiose Zahlung hatte der ehemalige Uefa-Chef und Fifa-Vize Platini vor acht Jahren vom damaligen Fifa-Boss Joseph Blatter erhalten. Platini und Blatter hatten stets argumentiert, es habe sich bei dem Geld um eine verspätete Honorarzahlung für Beratertätigkeiten gehandelt.

Der 64-jährige Platini war von der Fifa-Ethikkommission 2015 zunächst für acht Jahre für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt worden. Die Strafe wurde später auf vier Jahre reduziert. Der 83-jährige Blatter war nach der Zahlung an Platini ebenfalls gesperrt worden, sein Bann läuft noch bis ins Jahr 2021.

Platini galt vor seiner Sperre als Favorit auf die Nachfolge von Blatter als Fifa-Präsident. Nach seinem Ausschluss setzte sich sein ehemaliger Vertrauter Gianni Infantino bei der Wahl zum Fifa-Boss durch. (red)