Die gute Nachricht für alle Fans des österreichischen Serienmeisters zuerst: Unmittelbar nachdem der norwegische Jungstürmer Erling Haaland zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt worden war, gab Red Bull Salzburg drei zukunftsträchtige Vertragsverlängerungen bekannt: Demnach unterschrieben Patson Daka, Enock Mwepu und Sekou Koita bis Mai 2024. Andere Topspieler könnten Salzburg indessen demnächst verlassen: Der 19-jährige Norweger Haaland wird von halb Europa umworben, der Japaner Takumi Minamino wurde übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge in Liverpool gesichtet, wo er zwecks medizinischer Tests gewesen sein soll.

Minamino, dessen Kontrakt eine Ausstiegsklausel für eine Ablöse von kolportierten 8,55 Millionen Euro beinhaltet, könnte schon mit 1. Jänner zum Tabellenführer der Premier League und Titelverteidiger in der Champions League wechseln. Salzburg war Liverpool in der diesjährigen Gruppenphase zweimal knapp unterlegen und steigt im kommenden Frühjahr in die Europa League um.

Sicher mit dabei sind Daka, Mwepu und Koita. Die 21- beziehungsweise 20-Jährigen gelten als Perspektivspieler, haben aber bereits bisher groß aufgezeigt. Vor allem die beiden Erstgenannten aus Sambia haben sich zu wichtigen Leistungsträgern entwickelt, Daka schoss in der vergangenen Bundesliga-Saison 14 Tore. Koita war im Frühjahr 2019 an den WAC verliehen, entwickelte sich aber ebenfalls gut.

"Patson, Enock und Sekou haben sich - jeder auf seine Art und Weise - in den letzten Monaten top entwickelt", sagte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund in einer Klub-Aussendung. "Sie haben den Sprung von Talenten mit Potenzial hin zu Spielern gemacht, die in unserer Mannschaft schon eine wichtige Rolle einnehmen. Auf ihre Entwicklung in unserem System sind wir sehr stolz. Mit ihren Vertragsverlängerungen haben wir einen wichtigen weiteren sportlichen Schritt, aber auch eine gute Investition für die Zukunft gemacht."

Auch mit Nachschub von unten ist wie bisher, als Salzburg für viele überraschend gut die zahlreichen Abgänge der Vorsaison verkraften konnte, zu rechnen. Aus dem U19-Team, das es in der Youth League in die nächste Turnierphase schaffte, stach zuletzt etwa Karim-David Adeyemi hervor. (art)