Die italienische Fußball-Liga Serie A kommt nicht aus den Turbulenzen heraus. Erst am Dienstag hatte ein neues Logo für eine Anti-Rassismus-Kampagne für Kontroversen gesorgt, einen Tag später gab es zumindest einen Formalbeschluss über die Ligaführung. Demnach hat nur einen Tag nach dem Rücktritt des erst im November ernannten Mario Cicala Giancarlo Abete das Präsidentenamt der Liga bis zur Wahl eines neuen Chefs übernommen, wie der Verband (FIGC) am Mittwoch mitteilte. Allerdings dürfte das noch nicht das Ende des Lieds gewesen sein.

Im Jänner kommen die Klubs der Liga erneut zusammen, um einen neuen Präsidenten zu wählen. Diese Woche hatten sie sich nicht auf einen Kandidaten einigen können. Der 69-Jährige Medienunternehmer und frühere Politiker Abete sei ein Mann "mit großer Erfahrung, der unsere Welt und das Funktionieren der Liga bereits sehr gut kennt", wurde FIGC-Präsident Gabriele Gravina zitiert.

Abete hatte zwischen 2007 und 2014 bereits zweimal als FIGC-Präsident amtiert. Nach dem Ausscheiden der italienischen Nationalelf in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2014 trat er zurück. Abete bekleidete zudem zweimal den Posten des Vizepräsidenten der europäischen Fußball-Union. Cicala hatte den Interimsposten bei der Serie A am Dienstag wegen eines Interessenskonflikts aufgegeben. (apa/dpa)