Die Spatzen hatten es schon länger vom Dach der Bullen-Arena gepfiffen, seit Donnerstagfrüh ist es fix: Takumi Minamino wechselt per sofort zum FC Liverpool, wie die beiden Klubs bekannt gaben.


Es ist nach den zahlreichen Transfers im Sommer der nächste prominente Abgang beim österreichischen Serienmeister, jener von Österreichs Fußballer des Jahres, Erling Haaland, könnte entweder noch im Winter oder im Sommer folgen. Dennoch äußerte sich Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund positiv: "Wenn ein Spieler vom FC Red Bull Salzburg zur aktuell wohl besten Klubmannschaft der Welt wechselt, zeigt das, dass wir uns mittlerweile auch international einen sehr guten Namen gemacht haben." Tatsächlich hatte Liverpool in der diesjährigen Champions-League-Gruppenphase hart mit Salzburg zu kämpfen, beim 4:3-Sieg der Reds an der Anfield Road erzielte Minamino einen seiner zwei Treffer in der Champions League. In der Bundesliga erzielte er im Herbst fünf Tore.

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Beim letzten Spiel gegen Hartberg stand er allerdings nicht mehr im Kader, ein Transfer hat sich da bereits abgezeichnet. Über das Verhalten des 24-Jährigen, der 2015 für 800.000 Euro aus seiner japanischen Heimat an die Salzach gewechselt war und nun für eine kolportierte Ablösesumme von 8,55 Millionen Euro weiterzieht, kann Freund indessen nur Positives berichten: "Mit Takumi geht ein überragender Mensch und toller Spieler."

Der Offensivspieler selbst verlässt den Klub laut eigenen Angaben mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits sei es immer sein Traum gewesen, in der Premier League zu spielen, sagte er. Aber: "Salzburg wird immer in meinem Herzen bleiben."

Bei den Reds freut man sich uneingeschränkt auf den Neuzugang. Es sei "eine fabelhafte Neuigkeit", dass der Transfer nun fixiert sei, sagte Trainer Jürgen Klopp. "Er ist ein sehr schneller, sehr cleverer Spieler, der immer Platz zwischen den Linien findet." (art)