Alle Jahre wieder kommt im englischen Fußball nach Weihnachten der Boxing Day, einer der umsatzstärksten Spieltage der Premier League - und die Kritik am stressigen Weihnachtsprogramm. Damit hatte es freilich nichts zu tun, dass sich Tottenham Hotspur zum Auftakt des postweihnachtlichen Fußballmarathons beinahe blamierte. Nur mit Mühe wendeten die Spurs einen erneuten Rückschlag ab. Die Londoner von Trainer Jose Mourinho gewannen am Donnerstag daheim trotz Rückstandes noch 2:1 (0:1) gegen Brighton & Hove Albion. Spurs-Torjäger Harry Kane traf bei Regen in der 24. Minute zur vermeintlichen Führung, stand aber hauchdünn im Abseits. Auf der anderen Seite köpfelte Adam Webster ein (37.). Tottenham kam durch Kane zum Ausgleich (53.), Dele Alli traf nach schöner Kombination zum verdienten Sieg (72.).

Der Trainer des überlegenen Tabellenführers hatte kurz davor mit Kritik am Spielplan der Premier League aufhorchen lassen. Dass manche Mannschaften binnen 48 Stunden zwei Partien absolvieren müssten, bezeichnete Reds-Coach Jürgen Klopp wörtlich als "crime", als "Verbrechen". Liverpool selbst hat einen Tag mehr Pause, das nächste Spiel nach dem heutigen folgt für den Sieger der Klub-WM am Sonntag gegen Wolverhampton. "Das ist fast wie Urlaub für uns", scherzte Klopp.

Hasenhüttl freut sich über das "mit Abstand beste Saisonspiel"

Unterdessen entfernt sich Ralph Hasenhüttl mit dem FC Southampton immer weiter vom Strich, der den Abstieg aus der Premier League bedeutet. Am Donnerstag gab es ein 2:0 beim Tabellenvierten Chelsea zu feiern, die Treffer erzielten Michael Obafemi (31.) und Nathan Redmond (73.). Kevin Danso saß auf der Bank. Southampton nimmt in der Tabelle nun Rang 14 ein. "Das war unser mit Abstand bestes Saisonspiel bisher", jubelte Manager Hasenhüttl.

Arsenal kam mit dem neuen Trainer Mikel Arteta beim AFC Bournemouth über ein 1:1 nicht hinaus, der Einstand von Trainer Carlo Ancelotti bei Everton gelang mit 1:0 gegen Burnley. Manchester United besiegte Newcastle klar mit 4:1. (red)