Wenige Tage nach dem Ableben von Theodor "Turl" Wagner trauert der österreichische Fußball um eine weitere Legende: Wie Rapid bekannt gab, ist Alfred Körner am Donnerstag in der Früh im Alter von 93 Jahren verstorben.

Im Zentropacupfinale 1951 waren sie - Körner für das siegreiche Rapid, Wagner für Wacker Wien - erbitterte Gegner, im Nationalteam verband sie aber eine lange gemeinsame Geschichte. 1954 waren sie beide Teil jener Mannschaft, die mit dem Erreichen des dritten Rangs bei der WM in der Schweiz rot-weiß-rote Sporthistorie geschrieben hat. Insgesamt spielte der Urwiener Körner, dessen ebenfalls kickender Bruder Robert 1989 verstorben ist, 47 Mal für das österreichische Nationalteam und erzielte dabei 14 Treffer.

Angefangen und geendet hat seine Karriere bei Admira Wacker, die meiste Zeit aber, insgesamt 17 Saisonen, spielte er für Rapid, seinen Herzensklub, dem er auch im hohen Alter als regelmäßiger Stadionbesucher, Mitglied des Ehrenrates und Mahner in schwierigen Zeiten treu geblieben ist. Vorstand Christoph Peschek nannte Körner "eine der größten Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte". Wie kaum ein anderer "lebte er Rapid bis zu seinem letzten Atemzug", wird Peschek in einer Aussendung zitiert. "Er verkörperte die klassischen Tugenden, stets den Zusammenhalt und repräsentierte den personifizierten Rapid-Geist."