FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich für einen veränderten Spielrhythmus beim Fußball-Afrika-Cup ausgesprochen. Statt wie bisher alle zwei Jahre sollte die kontinentale Endrunde nur noch alle vier Jahre ausgetragen werden, sagte Infantino am Samstag auf einer Konferenz in Marokkos Hauptstadt Rabat.

Dadurch könnten die Einnahmen auf das Sechsfache steigen und zu einem "Must see Event" werden, "nicht nur für Afrika, sondern für die ganze Welt." Die Idee des Weltverbands-Chefs würden möglicherweise auch europäische Vereine unterstützen, weil diese dann nicht mehr alle zwei Jahre während der Saison afrikanische Nationalspieler abstellen müssten. Der nächste Afrika-Cup findet im Jänner 2021 statt.

Pläne für neunen Clubwettbewerb

Zudem präzisierte Infantino seine Vorstellungen zum von ihm angestrebten neuen Clubwettbewerb. "Ich möchte eine echte panafrikanische Liga schaffen, in der 20 bis 24 Clubs mit maximal zwei Clubs pro Land vertreten sind, damit wir wirklich den Clubmeister von Afrika krönen können. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir den afrikanischen Fußball revolutionieren können", sagte der FIFA-Präsident.

Im dem neuen Wettbewerb sollen dauerhaft 20 Mitgliedsvereine spielen, weitere Clubs können sich durch regionale Wettbewerbe qualifizieren. Die ständigen Mitgliedclubs sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich 20 Millionen Dollar (rund 18 Millionen Euro) in das Projekt investieren.

Mit dem afrikanischen Fußballverband CAF habe die FIFA zudem eine Strategie zur Förderung des afrikanischen Fußballs erarbeitet, die sich auf die Bereiche Schiedsrichter, Fußballinfrastruktur und Entwicklung von Wettbewerben konzentriert. Dafür wollen FIFA und CAF mit Sponsoren einen Mindestfonds von einer Milliarde Dollar (rund 905 Millionen Euro) auflegen. Damit soll mindestens ein Spitzenstadion in jedem der 54 Mitgliedsverbände der FIFA und CAF gebaut werden. (apa, dpa)