Wenige Tage nach Auflösung seines Vertrages bei Watford hat Österreichs Teamverteidiger Sebastian Prödl einen neuen Verein gefunden. Der Steirer  unterzeichnete am Dienstagnachmittag beim italienischen Fußball-Serie-A-Klub Udinese Calcio einen Vertrag bis 2021. "Die Serie A war für mich immer reizvoll, und ich bin dankbar für die Chance, die ich in Italien bekomme. Ich werde alles daran setzen, um das Vertrauen in mich zu bestätigen", sagte Prödl.

Auf sein Debüt für Udinese muss der Innenverteidiger, der zuletzt viereinhalb Jahre bei Udinese Calcio gespielt hat, aber wohl noch einige Wochen warten - derzeit befindet sich Prödl aufgrund von Knieproblemen im Aufbautraining.

Dennoch ist die Vorfreude beim Abwehrspieler groß. "Die Serie A hat gegenüber der Premier League deutlich aufgeholt. Dass immer mehr Spieler aus der Premier League nach Italien gehen, beweist den wachsenden Stellenwert der Liga. Mit Romelu Lukaku oder zuletzt Christian Eriksen sind Superstars aus England in die Serie A gewechselt, und auch in den europäischen Bewerben sind italienische Klubs stark im Kommen. Und dank Cristiano Ronaldo ist die Liga weltweit noch viel mehr in den Mittelpunkt gerückt", meinte Prödl.

"Verein hat einen exzellenten Ruf"

Udinese liegt derzeit in der Tabelle an der 15. Stelle. Coach ist seit November des Vorjahres Luca Gotti, der 2018/19 unter Maurizio Sarri Watfords Stadtrivalen Chelsea betreute. Bei Udinese - wie Watford im Besitz der gut betuchten Pozzo-Familie - trifft Prödl mit Marvin Zeegelaar, Ken Sema und Stefano Okaka auf drei ehemalige Watford-Profis. "Udinese ist ein spannendes Projekt mit einem guten Mix aus routinierten Spielern und hoffnungsvollen Talenten. Der Verein hat einen exzellenten Ruf als Talenteschmiede", erzählte Prödl.

Die Serie A ist für Prödl nach der deutschen Bundesliga (Werder Bremen) und der Premier League die dritte Station in einer der großen europäischen Ligen. Seit 2008 spielt der bei Sturm Graz groß gewordene 73-fache ÖFB-Internationale im Ausland. (apa/red)