Mit dem Samstagsduell (18 Uhr/ ORF 1) zwischen dem Linzer ASK und Sturm Graz ziert das Viertelfinale des Fußballcups ein echter Schlager. "Es geht von 0 auf 100 Prozent. Das Leben hat wieder einen Sinn", scherzte Lask-Trainer Valerien Ismael im Hinblick auf das Ende der Winterpause, in die sich sein Team just mit einem 3:3 gegen Sturm verabschiedet hatte. Eventuell fehlt den Linzern ihr Einser-Goalie. ÖFB-Teamtormann Alexander Schlager laboriert an einer Rippenverletzung und könnte auf der Linzer Gugl geschont werden.

Schließlich stehen dem Lask, der den dritten Halbfinaleinzug in den vergangenen vier Jahren anpeilt, harte Wochen bevor. Sechs Tage nach dem Cup müssen Thomas Goiginger und Co. in der Liga zu Salzburg, wieder sechs Tage darauf wartet im Sechzehntelfinale der Europa League auswärts Alkmaar. Vorerst zählt aber der Samstag, der eine Art Deja-vu bringt. Nicht nur, weil sowohl der Lask als auch Sturm personell fast unverändert ins Frühjahr gehen. In der letzten Runde vor der Winterpause trennten sich beide Teams in Pasching nach einer 3:0-Führung der Hausherren mit einem 3:3. "Wir wissen ganz genau, was auf uns zukommt. Die Begegnung war sehr aufschlussreich", meinte Sturm-Coach Nestor El Maestro.

Im zweiten Spiel des Tages (15 Uhr/ ORF Sport+) will sich am Samstag auch Liga-Schlusslicht WSG Tirol in gute Stimmung für den Abstiegskampf bringen. Der Gegner scheint mit dem Zweitligisten Austria Lustenau, Cupfinalist 2010/11, schlagbar.

Eine ähnlich einfache Aufgabe hat auch Titelverteidiger Red Bull Salzburg, das am Sonntag (18 Uhr /ORF 1) bei Zweitligist Amstetten antritt. "Wir wollen uns keine Blöße geben und gehen mit großer Ernsthaftigkeit in dieses Match. Zum einen ist es ja ein K.o.-Spiel, und wir wollen unbedingt wieder ins Cup-Finale", erklärte Kapitän Andreas Ulmer. Seit 2014 holte sein Team fünf von sechs Titeln.

Copa-del-Rey-Halbfinale ohne Real und Barcelona

Die Teams, die es nicht ins Viertelfinale schaffen, können sich übrigens mit einem Blick über den österreichischen Tellerrand trösten. Denn in Spanien schafften es die großen Zwei nicht ins Halbfinale, das damit zum ersten Mal seit 2010 ohne Beteiligung von Real und Barcelona stattfindet. Beide können sich nun auf den Zweikampf in der Meisterschaft freuen, in der die Madrilenen vor dem Auswärtsspiel gegen Osasuna am Sonntag (16 Uhr) drei Punkte vor den Katalanen liegen, die es ebenfalls am Sonntag (21 Uhr) und ebenfalls auswärts mit Betis Sevilla, dem Ex-Verein ihres neuen Trainers Quique Setien, zu tun bekommen.

Viel Zeit zum Hadern bleibt ihnen damit nach der 0:1-Niederlage im Cup gegen Athletic Bilbao sowie den internen Spannungen der vergangenen Tage nicht. Selbiges gilt freilich auch für Real, dessen 3:4-Cup-Niederlage gegen Real Sociedad ausgerechnet von Leihspieler Martin Ödegaard eingeleitet worden war.(rel/art)