Sabine also. Jener Sturm, der derzeit über Deutschland und Österreich fegt und schwere Schäden verursacht, verhinderte am Sonntag auch die Austragung des Bundesliga-Spiels zwischen Mönchengladbach und dem 1. FC Köln - und vermasselte den Gladbachern damit vorerst auch die Chance, in der Tabelle an die Bayern und die Leipziger heranzukommen. Dortmund hatte sich diese schon davor selbst mit einer 3:4-Niederlage gegen Leverkusen vertan.

Dabei war die Möglichkeit durchaus da, denn Bayern und Leipzig ließen beim 0:0 im Spitzenduell mögliche Zähler liegen. Damit gab es wie schon beim 1:1-Remis am 14. September in Leipzig im Duell der beiden Titelanwärter keinen Sieger und blieb in der Tabelle alles beim Alten, nämlich einem Ein-Punkt-Vorsprung der Münchner.

Auch im Duell der ÖFB-Teamspieler blieb vor den Augen von Tottenham-Coach Jose Mourinho also ein Punktesieg aus. David Alaba spielte wie zuletzt immer in der Innenverteidigung des Titelverteidigers durch, auch die Leipziger Marcel Sabitzer und Aktivposten Konrad Laimer waren über die volle Distanz im Mittelfeld im Einsatz. Hannes Wolf musste das Geschehen hingegen von der Bank beobachten.

 

Beide Teams können mit dem Punkt leben

Die Bayern waren vor der Pause klar spielbestimmend, bei der besten Chance fabrizierte Dayot Upamecano bei einer wichtigen Klärungstat nach einem Abschluss von Robert Lewandowski beinahe ein Eigentor (39.). Die Leipziger liefen dem Ball zumeist nur hinterher, wurden in der Folge aber mutiger und auch brandgefährlich. Gleich nach Wiederbeginn jagte Sabitzer aus zentraler Position den Ball über das Tor (46.). Auf der anderen Seite wurde Lewandowski von Upamecano im Strafraum gefoult, der Elfmeter nach Videostudium aber wegen einer Abseitsstellung doch nicht gegeben (54.).

Die Leipziger Führung lag zu diesem Zeitpunkt mehr in der Luft, Timo Werner schob den Ball aus rund elf Metern quasi am leeren Tor vorbei (63.). Eine ähnliche hochkarätige Möglichkeit gab es in der Schlussphase auch für die Bayern. Aber auch Leon Goretzka fehlte die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, scheiterte an Ex-Salzburg-Tormann Peter Gulacsi (80.).

Damit gewannen die Münchner nach sechs Ligasiegen in Folge wieder einmal nicht. Deshalb beträgt der Vorsprung des Rekordmeisters auf den Dritten Borussia Dortmund und Vierten Borussia Mönchengladbach nur vier Zähler. Die zweitplatzierten Leipziger sind nun schon vier Pflichtspiele sieglos, der Punkt kann nach dem Out im Cup-Achtelfinale gegen Eintracht Frankfurt am Dienstag aber als kleiner Erfolg verbucht werden. (apa/art)