An Erling Haaland kommt Österreichs Fußball derzeit offenbar nicht vorbei. Nicht nur, dass sich Serienmeister Salzburg immer wieder die Frage gefallen lassen muss, ob man wohl ohne den Verkauf des Stürmerstars im Winter – der allerdings aufgrund einer Ausstiegsklausel ohnehin nicht aufzuhalten gewesen wäre – aktuell (noch) besser dastehen würde, gibt es für die ÖFB-Nationalmannschaft nun bald ein Wiedersehen mit dem 19-jährigen Ex-Salzburger, der nunmehr für Borussia Dortmund Tore wie am Fließband erzielt. Bei der zweiten Auflage der Uefa-Nations-League bekommt es die Auswahl von Franco Foda unter anderem mit den Norwegern zu tun. Die weiteren Gegner in Gruppe 1 der Liga B sind Rumänien und Nordirland, wie die Auslosung am Montagabend ergab. Gleich das erste Spiel steigt am 4. September in Norwegen.

Der dortige Trainer Lars Lagerbäck freut sich auf das Duell, spricht insgesamt ebenso wie Foda von einer "ausgeglichenen Gruppe". Österreich habe "einige sehr interessante Spieler", alles in allem könne er sich über die Auslosung aber nicht beschweren, sagte das Trainer-Urgestein.

Für Rumäniens Coach Mirel Radoi war das ÖFB-Team alles andere als ein Wunschlos. "Österreich wollte ich nicht, mit allen anderen Mannschaften aus dem ersten Lostopf hätte ich keine Probleme gehabt", sagte der 38-jährige Ex-Internationale, der erst Ende November als Coach seines Heimatlandes bestellt worden war. Für Radoi ist die Auswahl Fodas deshalb auch klarer Favorit. "Ansonsten ist es eine ausgeglichene Gruppe. Wir werden unser Bestes geben, damit wir auf einem der ersten beiden Plätze in der Gruppe landen." Nordirlands Teamchef Michael O’Neill ließ sich von Patrick Nelson vertreten. "Wir sind in einer Gruppe mit starken Gegnern. Wir haben gegen alle Teams in der jüngeren Vergangenheit gespielt. Gegen Rumänien auf dem Weg zur EM 2016, Norwegen in der WM-Qualifikation und gegen Österreich in der ersten Auflage der Nations League. Ich hoffe, dass wir den Bewerb nach einer EM-Teilnahme im Sommer starten. Diesem Ziel gilt jetzt die oberste Priorität", verlautete der Chef des nordirischen Fußballverbands.

Österreich hat sich als bisher einzige Mannschaft dieser Gruppe fix für die EM qualifiziert, weswegen der Fokus vorerst dem paneuropäischen Turnier gilt – und der Blick zurück und nach vor auf Haaland und Co. derzeit Nebensache ist. Der Countdown wird am 24. Mai eingeleitet, nach Testspielen gegen England in Wien und Tschechien in Prag wird der ÖFB sein EM-Basiscamp in Seefeld beziehen. (art/apa)